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Gegner der Holzkirchner Südspange gibt es wohl genauso viele wie Befürworter. Deshalb geht Bürgermeister Olaf von Löwis davon aus, dass die Bürger am Entscheidungsprozess beteiligt werden. 

Bauamt wartet auf Termin für Präsentation

Mögliche Trassen für Südspange sind fertig

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Kommen noch vor der Kommunalwahl im März konkrete Vorschläge für eine Holzkirchner Südspange auf den Tisch? Das Straßenbauamt jedenfalls hat alle Vorschläge geprüft und bewertet, die Präsentation ist fertig. Jetzt ist die Frage: Wann wird sie vorgestellt?

Holzkirchen – Robert Wiechmann ist kein Freund einer Holzkirchner Südspange, die die B 13 direkt mit der B 318 verbindet und so den Verkehr in der Marktgemeinde reduzieren soll. Der Bürgermeisterkandidat ist Vorstandsmitglied der „Bürgervereinigung gegen die geplante Umgehungsstraße von Holzkirchen“, also für eine „Variante Null“. Als Grünen-Politiker steht er dem Bau neuer Straßen von Haus aus skeptisch gegenüber. Dennoch wollte er in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats wissen, wann das Straßenbauamt Rosenheim die möglichen Trassen vorstellt.

Seit Sommer lässt die Präsentation auf sich warten. Die Behörde verschob diese zunächst auf den Herbst. Der ist mittlerweile auch Geschichte. Wie Bürgermeister Olaf von Löwis (CSU) berichtete, hatte das Straßenbauamt die Präsentation bereits fertig, musste dann aber wegen nicht genehmigungspflichtiger Aussiedlerhöfe nacharbeiten.

Bauamt: „Wir wären soweit“

Das bestätigt Matthias Geitz vom Straßenbauamt: „Wir wären soweit.“ Derzeit stimme man sich mit der Gemeinde ab, wann und in welchem Rahmen die Vorstellung erfolgen soll. Bekommt der Gemeinderat die Infos vorab? „Wir könnten in den nächsten Wochen präsentieren“, sagt Geitz.

Südspange: Masterplan Mobilität gefordert.

Wie berichtet, sind etwa 20 Vorschläge für eine Südspange in Rosenheim eingegangen. „Einige ähneln sich“, erklärt Geitz. Varianten südlich von Großhartpenning und Sufferloh wurden etwa gebündelt, ebenso die zwischen den Ortsteilen. Eingegangen ist auch die „Variante Null“, also dass keine Umfahrung gebaut wird. Nachdem die Bewertung abgeschlossen ist, wartet das Bauamt auf ein Signal der Gemeinde.

Löwis will Südspange aus Wahlkampf heraushalten

Ob die Ergebnisse noch heuer präsentiert werden, ist offen. Geht es nach Bürgermeister Löwis, soll die Südspange den Wahlkampf nicht beeinflussen. „Es ist nicht zwingend notwendig, Vollgas zu geben“, sagt er. Eine Diskussion während des Wahlkampfes sei nicht förderlich. Löwis’ Annahme: „Es wird eine Bürgerbeteiligung geben. Das muss gut vorbereitet sein.“ Diese noch vor der Wahl zu beginnen, sei sportlich.

Südspange: Sogar Warngau reichte Vorschläge ein.

Wobei die Südspange auch ohne vorherige Vorstellung der möglichen Trassen im Wahlkampf präsent sein dürfte. Robert Wiechmann ist gegen die Umfahrung und strebt ein Ratsbegehren an, CSU-Bürgermeisterkandidat Christoph Schmid sieht in ihr einen wesentlichen Schlüssel für die innerörtliche Verkehrsentlastung.

Trassenvarianten sind nur grobe Vorschläge

Unabhängig davon, ob das Straßenbauamt die Trassen vor oder nach der Kommunalwahl präsentiert, sind diese noch ohne Endgültigkeits-Anspruch. Abweichungen von 100 oder 200 Metern in die eine oder andere Richtung seien bei den erarbeiteten Vorschlägen durchaus möglich, wenn diese genauer ausgearbeitet werden, erklärt Matthias Geitz: „Sie sind nur grob geplant, eine Vorabschätzung.“ 

Auch der Naturschutz, der schon so manches Projekt im Landkreis – etwa den Teufelsgraben-Radweg von Holzkirchen nach Otterfing – fast zum Scheitern gebracht hat, könne noch nicht abgebildet werden. Sollte die Südspange tatsächlich gebaut werden, gilt es also noch so manche Hürde zu nehmen.

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