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Wollen lange im Oberbräu bleiben: Das Wirtspaar Senad Ruznic und Milojka Gaj ic. 

Neustart statt schöpferischer Pause

Oberland-Wirte übernehmen Oberbräu

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Die Hausnummer bleibt gleich, der Name zum Teil: Senad Ruznic, bisher Pächter des Gasthofs Oberland, ist neuer Wirt im Oberbräu in Holzkirchen. Für ihn geht ein kleiner Traum in Erfüllung.

Holzkirchen – Eigentlich wollten Senad Ruznic (56) und seine Lebensgefährtin Milojka Gajic (58) nach elf Jahren als Wirtsfamilie im Gasthof Oberland etwas zur Ruhe kommen. Deshalb hatten sie den Pachtvertrag mit der Gaststätte in der Münchner Straße 18 bereits im Juni nicht verlängert. „Wir hatten vor ein halbes Jahr Pause zu machen und dann zu schauen, was auf dem Markt ist“, sagt Ruznic. Gekommen ist es ganz anders: Statt einem wohlverdienten Urlaub legen Ruznic und Gajic schon an diesem Sonntag, 1. Dezember, im Oberbräu, Marktplatz 18, los.

Mit der historischen Wirtschaft im Ortskern geht für Ruznic ein kleiner Traum in Erfüllung. „Das Oberbräu hat mich schon immer fasziniert. Es ist einfach schon, einmalig, was Besonderes“, sagt er. Als er Anfang Oktober erfuhr, dass der bisherige Wirt Manuel Charaf El-Din, der auch das Terra betreibt, wegen Personalmangels aufhört, überlegte Ruznic nicht lange und erfüllte sich den Traum. Diese Chance konnte er sich einfach nicht entgehen lassen.

Oberbräu statt Oberland: Karte soll gleich bleiben

Mit dem neuen Wirt bekommt das Oberbräu seinen alten Namen zurück: Aus „1605 im Oberbräu“ wird wieder – ganz schlicht – „Zum Oberbräu“. Umkrempeln wollen Ruznic und Gajic die Gaststätte aber nicht. „Das macht keinen Sinn“, sagt Ruznic. Schließlich ist die Einrichtung noch kein Jahr alt und das Ambiente macht auch was her. Gewerkelt wird aber trotzdem, vor allem die Küche stattet das Wirtspaar neu aus. Sollten sie den Gastraum doch noch neu gestalten wollen, fangen sie frühestens im kommenden Jahr damit an.

Oberbräu: Gebäude zum Verkauf? Gemeinde ist interessiert - wenn der Preis stimmt.

Kulinarisch setzen Ruznic und Gajic auf das Konzept, das sich im Gasthof Oberland über mehr als ein Jahrzehnt bewährt hat: ein Mix aus mediterraner und bayerischer Küche, dazu wechselnde Mittagsgerichte und eine Tageskarte. „Die Preise bleiben auch gleich“, betont Ruznic. Mit der Kombination aus ansprechendem Essen und angemessenen Preisen haben sich Ruznic und Gajic eine Stammkundschaft im Gasthof Oberland aufgebaut. Die kommt, da ist sich das Paar sicher, künftig ins Oberbräu. Dazu sollen sich noch weitere Gäste gesellen, schließlich können die Wirte künftig 180 statt rund 120 Plätzen bedienen.

Oberbräu soll Familienbetrieb werden

Das war für sie ein weiterer Grund, dem Gasthof in der Münchner Straße den Rücken zu kehren. „Das Oberland wurde uns zu klein“, sagt Ruznic. Das Geschäft sei für die vorhanden Plätze zu gut gelaufen. Mit dem Wirtspaar wechselt auch das Personal ins Oberbräu. Ein großer Vorteil auf dem angespannten Arbeitsmarkt. Insgesamt sieben Leute arbeiten künftig im Oberbräu, sollte das Geschäft auch nach dem Jahreswechsel gut laufen, ist es möglich, dass sich Ruznic nach zusätzlichem Personal umschaut.

Mit ihnen, so hofft das Wirtspaar, kehrt nach dem doppelten Pächterwechsel innerhalb eines Jahres wieder Kontinuität ins Oberbräu ein. Sie selbst wollen das Lokal so lange wie möglich führen und dann an ihre Kinder, die schon jetzt fester Teil des Teams sind, weitergeben. „Wir sind ein Familienbetrieb“, sagt Ruznic.

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