Noch laufen die Bauarbeiten: Zum Start des Schuljahrs in gut einer Woche soll die neue Kindergartenbrücke in der Austraße in Holzkirchen aber endlich nutzbar sein.
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Noch laufen die Bauarbeiten: Zum Start des Schuljahrs in gut einer Woche soll die neue Kindergartenbrücke in der Austraße in Holzkirchen aber endlich nutzbar sein.

Sie soll zum Schulstart begehbar sein

Holzkirchen: Endspurt an der Kindergartenbrücke

  • Marlene Kadach
    VonMarlene Kadach
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Die Marktgemeinde will ihr Versprechen halten: Zum neuen Schuljahr soll die Kindergartenbrücke für alle Bürger nutzbar sein. Mitte September ist eine kleine Einweihung des Bauwerks geplant.

Holzkirchen – Kaum ist die neue Kindergartenbrücke sichtbar, meldet sich schon ein besorgter Anwohner zu Wort, der namentlich nicht in der Zeitung genannt werden möchte. Er befürchtet, dass die Beleuchtung des Bauwerks nachts zu hell wird. Rathaussprecherin Sissina Weber beruhigt: „Im Handlauf der Brücke wird ein LED-Band integriert, welches nur die Brücke selbst beleuchtet“, erklärt sie. An jeder Rampe werde – wie beim Vorgängermodell auch – wieder eine Straßenlaterne aufgestellt. „Hierbei werden aber nicht die ausgebauten Bavaria-Leuchten verwendet, sondern LED-Leuchten.“ Diese besäßen eine gezieltere Abstrahlung und werfen lediglich auf die Rampen in einem bestimmten Kegel Licht. Rechts und links jeweils mit gut 15 Metern, nach hinten erfolge keinerlei Abstrahlung.

Der Bau der neuen Kindergartenbrücke über die Bahnlinie zwischen Frühlings- und Austraße in Holzkirchen befindet sich in den Endzügen. „Im Vergleich zum ursprünglichen Bauzeitenplan kam es aufgrund von kleineren Anpassungen und Änderungen zu einer zeitlichen Verschiebung“, erklärt Weber. Aber: „Die wichtigsten Eckpunkte, wie der Brückeneinhub an sich, sind nach Plan gelaufen.“

Die Marktgemeinde will ihr Versprechen halten: Die Brücke soll zu Schul- und Kindergartenbeginn im September für die Öffentlichkeit begehbar sein. Für viele Bürger endet dann eine lange Wartezeit. Bereits Ende 2018 kappte die Gemeinde die wichtige Verbindung zwischen Gewerbegebiet Ost und Ortskern. Sie ließ das Bauwerk aus statischen Gründen sperren und schließlich abreißen.

Gesamtkosten betragen 1,1 Millionen Euro

Die Firma Porr hat Anfang August mithilfe eines Schienenkrans und zwölf Mann die neue und 27 Tonnen schwere Brücke in einer Nachtaktion eingehoben. Diese war zuvor im Werk gefertigt worden. Auch die Rampen seien inzwischen mit der Tragschicht hergestellt, deren Entwässerung sei eingebaut, berichtet Weber. Jetzt stünden noch ein paar Restarbeiten aus. Wie die Fertigstellung der Beläge, die Herstellung von diversen Fugen, der Einbau der Geländer sowie der Straßenbeleuchtung. Ein Vogeleinflugschutzgitter kommt ebenfalls noch hinzu, auch die Böschungen müssen noch fertiggestellt werden. Anschließend finde die Abnahme statt.

Die Gesamtkosten für das Bauwerk betragen rund 1,1 Millionen. Vom Freistaat gibt es einen Zuschuss von 83 000 Euro. Die Regierung von Oberbayern habe außerdem noch eine Förderung von rund 290 000 Euro in Aussicht gestellt, sagt Weber. Die Zuwendungen fließen unter anderem deswegen, weil die neue Stahlbrücke einen Meter breiter als ihr Vorläufer ist, damit Fußgänger und Radler nebeneinander Platz haben. Am höchsten Punkt überragt die Brücke die alte um 1,15 Meter. Auf diese Weise kann eine eventuell später kommende Elektrifizierung der Bahnstrecke realisiert werden.

„Mitte September wird dann auch eine kleine Einweihung der Brücke stattfinden“, kündigt Weber an. Den genauen Zeitpunkt und Rahmen der Feierlichkeit gibt die Gemeinde noch bekannt.

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mar

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