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Gleich wird’s regnen: Die Feuerwehr-Fee alias Kommandant Ludwig Würmseer kurz vor der Einsicht, dass es nichts wird mit dem großen Fest.

Feuerwehr Holzkirchen

Die Feuerwehr-Fee will feiern

  • Andreas Höger
    vonAndreas Höger
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Die Vorfreude währte lange – und stürzte jäh ab: Mit großen „Wumms“ und vielen Gästen hätte die Holzkirchner Feuerwehr an diesem Wochenende gerne ihr 150-jähriges Bestehen gefeiert. Hätte, wäre – Corona räumte auch das ab. Das Jubiläum ist auf 2021 verschoben, alle haben’s akzeptiert.

Holzkirchen Alle? Die Holzkirchner Feuerwehr-Fee, Star einer pfiffigen Video-Serie, musste erst überzeugt werden, dass das Fest trotz guten Wetters nicht steigen kann. Wie das gelang, zeigt der neueste Clip der Feuerwehr, der rechtzeitig zum ursprünglichen Festtermin im Internet abrufbar ist. Hauptdarsteller Ludwig Würmseer, seines Zeichens Kommandant der Truppe, beweist darin, dass er mit allen Wassern gewaschen ist.

„Humor ist, wenn man trotzdem lacht“, sagt Andreas Pohl, Autor und Regisseur des mittlerweile dritten Abenteuers der Feuerwehr-Fee. Angedacht war, mit den lustigen Spots den Countdown aufs Jubiläum anzureichern; jetzt versüßt man sich damit den Schmerz, noch ein Jahr warten zu müssen. „Die Fee mag feiern“ heißt der 80-Sekünder.

Würmseer bekommt volle Ladung Wasser ab

Würmseer in seinem Tütü sitzt einsam auf einer sonnigen Bierbank, Sonnenbrille auf der Nase, eine volle Mass in der Hand. Er sinniert, warum denn das Fest nicht stattfinden kann. „Corona hin oder her, bei dem schönen Wetter muaß ma doch feiern.“ Und schickt einen Seufzer hinterher: „Wenn’s wenigstens renga daat.“

Feen-Premiere: Würmseers funkelnde Weihnachtseinlage.

Die Kameraden Christoph Kopp, Thomas Hafeneder und Marcus Hummelberger sitzen im Einsatzauto und beschließen, der verwirrten Fee „in d’Schuah“ zu helfen; sie bringen den Monitor, das fest verbaute Strahlrohr, in Stellung. Und dann regnet es sehr intensiv in Richtung Fee. „Außer dem Bier ist niemand zu Schaden gekommen“, verspricht Pohl. Der Hauptdarsteller habe wacker durchgehalten. „Wir waren alle froh, dass die Szene im ersten Anlauf im Kasten war.“ Sollte jemand Zweifel haben, „dass unser Kommandant ned ganz sauba is“, sagt Pohl, dann beweise der Clip sehr eindrucksvoll das Gegenteil.

Die Nebendarsteller aus der Truppe sitzen im Einsatzauto und bereiten die Dusche vor. Den Soundtrack des Videos besorgte wieder Trompeter Max Knopp

Der Dreh sei, wie schon bei den ersten Videos, eine Riesengaudi gewesen. Als Kameramann fungierte Michael Dentinger, den Soundtrack lieferte Trompeter Max Knopp. Um die Technik kümmerten sich Richard Obermayer und Florian Schramm.

Weitere Feen-Videos angekündigt

Von Feuerwehr-Kameraden aus dem Landkreis bekomme man viel Anerkennung für die frechen und pfiffigen Filmchen. „Ältere Kameraden schütteln schon manchmal den Kopf und fragen sich, ob das für ein Jubiläum angemessen ist“, weiß Pohl. Aber man wolle mit den lustigen Clips mal was anderes ausprobieren, ein jüngeres Publikum ansprechen.

Kontaktverbot: Die Feuerwehr-Fee nimmts mit Humor.

Das cineastische Potenzial der Filmcrew ist noch nicht versiegt. „Da kommt noch was“, verspricht der Regisseur. Für den nächsten Dreh werde man in die Bavaria-Filmstudios gehen. Und natürlich werde man die Fee mitnehmen. „Die hat es ja mittlerweile zu einer Berühmtheit gebracht.“

Video im Internet

Abrufbar ist der neue Feen-Clip der Feuerwehr unter www.feuerwehr-holzkirchen.com/fee-mag-feiern.

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