Dreharbeiten auf dem Marktplatz: Regisseur Andreas Pohl mit Hauptdarsteller Ludwig Würmseer und zwei Statisten aus der Familie des Regisseurs.
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Dreharbeiten auf dem Marktplatz: Regisseur Andreas Pohl mit Hauptdarsteller Ludwig Würmseer und zwei Statisten aus der Familie des Regisseurs.

Launiges Silvester-Video der Feuerwehr

Feuerwehr-Fee will das Coronajahr in den Wind schießen - und scheitert

  • Andreas Höger
    vonAndreas Höger
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Die Holzkirchner Feuerwehr-Fee ist wieder da. Im neuen Video-Clip will die Kunstfigur im Tütü, die heuer das 150-jährige Jubiläum der Wehr begleiten wollte, das leidige Coronajahr in den Wind schießen - und scheitert. Eine frech-derbe Abrechnung mit 2020.

Holzkirchen – Was macht man mit dem Coronajahr? Vergessen, verdrängen? Die Holzkirchner Feuerwehr-Fee, einer der wenigen heiteren Lichtblicke 2020, aber gebeutelt von der Absage des Holzkirchner Feuerwehr-Jubiläums, rechnet im Silvester-Clip mit dem alten Jahr ab. Oder besser: will abrechnen. Denn wie so vieles in den vergangenen Monaten will nichts so hinhauen wie geplant.

Gedreht wurde der mittlerweile vierte Feen-Clip vor wenigen Tagen auf dem Marktplatz vor dem großen Christbaum. „Regisseur und Hauptdarsteller waren frisch getestet“, betont Regisseur und Drehbuch-Schreiber Andreas Pohl, „alle anderen haben Masken getragen.“ Die Getränke seien alkoholfrei gewesen. „Für die Nebenrolle einer Bratwurst konnten wir auf die Schnelle nur eine Wiener verpflichten.“

Als „Fee der Herzen“ glänzt der Kommandant

Mittlerweile hat sich innerhalb der Feuerwehr eine eingespielte Filmcrew gefunden. Michael Dentinger führt die Kamera, sorgt für Ton und Schnitt; Trompeter Max Knopp liefert den Soundtrack. Als Hauptdarsteller und „Fee der Herzen“ glänzt Feuerwehr-Kommandant Ludwig Würmseer. Der Erfolg der ersten drei Clips spornte die Crew an. „Jeder Clip hatte mindestens 10 000 Zugriffe“, berichtet Pohl.

Der allererste Feen-Clip ging noch vor der Pandemie online und war als launiger Appetitmacher fürs große Jubiläumsfest zum 150-jährigen Bestehen gedacht. Die Fee winkte die Lichter der Einsatzfahrzeuge an. „Das wurde sogar zu einer Vorlage für das Videoportal TikTok“, sagt Pohl. Die Abrufe sind sechsstellig. „In der Feuerwehr-Community ist unsere Fee schon eine kleine Berühmtheit geworden.“

„Das Jahr hat ein passendes Resümee gebraucht“

Der dreiminütige Silvesterclip, erstmals sogar mit Outtakes von misslungenen Einstellungen, ist von rauerer Tonalität geprägt. Die Fee lässt sich zwischendurch zu derben Flüchen hinreißen. „Das Jahr hat ein passendes Resümee gebraucht“, findet der Regisseur. An einer lieblosen Plastiktonne, dem Abgesang stimmungsvoller Christkindlmärkte, findet die grantelnde Fee („ein Scheißjahr, jetzt auch noch ein Scheiß-Silvester“) einen abgehalfterten Nikolaus (Johannes Hüttl), der schnell getröstet wird. „Für Dich war’s ja auch ein Scheißjahr.“

Dann folgt eine Kaskade voller kleiner Unglücke. Symbolträchtig zerspringt eine Feuerwehr-Jubiläumstasse und selbst der Versuch, das Jahr in den Wind zu schießen, scheitert kläglich. „Die Botschaft lautet: Im neuen Jahr kann’s nur besser werden“, erklärt Pohl.

Das Feuerwehr-Jubiläum ist neu terminiert, auf 8. bis 11. Juli 2021. „Niemand kann heute sagen, ob das was wird“, sagt Pohl. Tendenz: eher nicht. Die Fee werde man auf keinen Fall in Ruhestand schicken, kündigt Pohl an. „Wir werden sie im neuen Jahr wieder treffen, hoffentlich besser gelaunt, wenn sie unser Fest ankündigen darf.“

Texte über weitere Clips mit der Fee finden Sie hier.

Video im Internet: Abrufbar ist der neue Feen-Clip unter www.feuerwehr-holzkirchen.com.

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