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Silvester-Böller setzen Baum in Brand: Staatsstraße gesperrt

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Von: Andreas Höger

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© Feuerwehr Holzkirchen

Silvester-Böller setzten in der Tegernseer Straße einen Baum in Brand - wohl weniger ein Zufall als eine gezielte Aktion. Die Feuerwehr musste ausrücken, der Baum ist aber nicht zu retten. Wegen der Fällarbeiten ist die Staatsstraße am heutigen Neujahrstag bis zum späten Nachmittag gesperrt.

Holzkirchen - Mit einem großem Feuerwerk begrüßten die Holzkirchner das neue Jahrzehnt. Wie die Polizei mitteilt,  gab es keine größeren Zwischenfälle - mit einer Ausnahme: In der Tegernseer Straße, auf Höhe der Hausnummer 43 unweit des Bahnübergangs, fing eine Esche Feuer.

Etwa 25 Aktive der Holzkirchner Feuerwehr mussten ihre Feiern verlassen, um den Brand in den Griff zu bekommen. Ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Bäume oder die nahe Bebauung wurde verhindert.

Staatsstraße nach Marschall stundenlang gesperrt

Der Baum war aber derart instabil geworden, dass er eine Gefahr für den Verkehr auf der Staatsstraße darstellte. Noch am Neujahrstag wurde die „Komplettentnahme“ beschlossen. Während der Fällarbeiten, die sich bis in den späten Nachmittag ziehen dürften, bleibt die Staatsstraße in Richtung Marschall/Lochham in beiden Richtungen gesperrt.

Wie die Polizei mitteilte, war der Besatzung eines zufällig vorbeikommenden BRK-Rettungswagens gegen 1.50 Uhr die starke Rauchentwicklung aufgefallen. 

Die Holzkirchner Feuerwehr rückte mit 25 Einsatzkräften und zwei Fahrzeugen aus. „Der Baum war unten hohl, hatte ein großes Loch, dort ist das Feuer entstanden“, vermutet Kommandant Ludwig Würmseer. Dass sich dort zufällig Böller oder Raketen verfangen haben, sei eher unwahrscheinlich.

Es gelang zwar, die Flammen einzudämmen. Wie sich zeigte, hatte sich das Feuer aber schon in den Baum „hineingefressen“. Kaum war die Feuerwehr abgerückt, begann der Baum wieder bedrohlich zu qualmen. Ein  inzwischen ebenfalls alarmierter Vertreter der Straßenmeisterei Hausham meldete das - und die Feuerwehr kehrte gegen 4.10 Uhr noch einmal zurück.

Feuerwehr muss ein zweites Mal zum brennenden Baum

„Wir haben den Baum dann von der Seite geöffnet“, berichtet Würmseer. Denn es sei klar gewesen, dass äußerliches Ablöschen das innere Feuer nicht abzulöschen vermag. Beim Öffnen habe sich gezeigt, dass die Esche bereits vor dem Brand angeschlagen war und viele morsche Stellen aufwies.

In Absprache mit dem aktiven Feuerwehrmitglied und Baumexperten Benedikt Kraft sowie mit der Straßenmeisterei fiel der Entschluss, den Baum komplett zu beseitigen. Dafür musste die Staatsstraße nach Marschall bis zum späten Neujahrs-Nachmittag gesperrt werden.                  

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