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Den Simon-Judi-Markt zog die Gemeinde dafür heuer in einer verbesserten Version durch. 

Weihnachtsmarkt wird dafür aufgewertet

Holzkirchen: Gemeinde streicht Schlenklmarkt

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Holzkirchen - Die Gemeinde streicht den Schlenklmarkt. Dafür soll sich der Weihnachtsmarkt in einen richtigen Christkindlmarkt verwandeln und mit dem Winterzauber stattfinden. 

Der Schlenklmarkt ist einer der ältesten Märkte in Holzkirchen, heißt es auf der Internetseite der Gemeinde. Erstmals genannt wurde er 1680 und er erfreute damals einer besonderen Popularität, denn er war nicht nur ein Waren- sondern auch ein Dienstbotenmarkt. Die Tanzmusik stand dabei im Vordergrund. „In den Festsälen herrschte eine lustige Stimmung und ließ die junge Welt im Eifer des Tanzens die Sorgen vergessen“, heißt es. 

Doch heutzutage ist der Schlenklmarkt eher schlecht besucht, was wohl auch mit seinem Termin Anfang Februar zusammenhängt – das Wetter ist oft schlecht. Deshalb will die Gemeinde ihn von der Liste streichen. Das geht allerdings nicht ohne Weiteres. Weil eine Änderung der Marktsatzung dafür nötig ist, landete das Thema jetzt in der Hauptausschuss-Sitzung.

Der Hintergrund: Vor 730 Jahren, im Urbarbuch von 1286 des Klosters Tegernsee wird Holzkirchen als Markt bezeichnet, ein Privileg. Seitdem gibt es gewisse Rechte und Pflichten. Dazu gehört, dass die Marktgemeinde fünf Jahrmärkte übers Jahr verteilt veranstalten muss. Das sind Schenklmarkt, Grasmarkt, Johannimarkt, Simon-Judi-Markt sowie der Weihnachtsmarkt, die in der Satzung verankert sind. Das letzte Mal überarbeitete die Gemeinde das Regelwerk im Jahr 2009.

Ein Rathausmitarbeiter erklärte in der Sitzung, dass „manche Jahrmärkte gut, manche schlecht angenommen werden“. Zu den unbeliebten Märkten gehört der Schlenklmarkt. Den könne man einstellen. Bürgermeister Olaf von Löwis (CSU) betonte, dass diese Entscheidung in Absprache mit den Marktleuten und der Standortförderungen fiel. Birgit Eibl (FWG) meinte trotzdem: „Es ist schade, weil der Markt historisch bedingt ist.“

Dafür aber will die Gemeinde die beliebten Märkte stärken, beleben und noch attraktiver machen. Das passierte heuer schon mit dem Simon-Judi-Markt Ende Oktober, den die Gemeinde erstmals in einer verbesserten Version aufzog. Wie berichtet, präsentierten sich Einzelhändler beim verkaufsoffenen Sonntag mit speziellen Aktionen, auch Vereine machten mit. Die Münchner Straße war im Ortskern gesperrt. Das Konzept kam bei den rund 2000 Besuchern gut an.

Auch der Weihnachtsmarkt, der bislang stets am 8. Dezember stattfindet, soll aufgepeppt und zu einem richtigen Christkindlmarkt verwandelt werden. Laut dem Mitarbeiter denke man darüber nach, ihn mit dem Winterzauber terminlich zu verbinden. „Es muss ein Markt sein, der ausstrahlt, dass Weihnachten ist“, forderte Löwis. Daher soll es auch ein Spezialsortiment geben, das weihnachtliche Stimmung verbreitet. Sebastian Franz (CSU) warnte jedoch davor, nicht anderen Weihnachtsmärkten – etwa von Kindergärten – in die Quere zu kommen.

Martina Neldel (Grüne) erkundigte sich generell nach den Hygienevorschriften bei den Lebensmitteln, danach, ob die Gemeinde notfalls haften müsse. Sie schlug daher vor, in der Satzung ausdrücklich festzuhalten, dass die Betreiber da ihren Verpflichtungen nachgehen müssen. „Der Ausrichter ist nicht haftbar“, meinte der Rathausmitarbeiter. Und auch Johannes Loth (CSU), der Jurist ist, war nach einem kurzen Blick in die Satzung ebenfalls dieser Meinung. Löwis schreckte davor zurück, eine zusätzliche Formulierung reinzuschreiben. Immerhin handle es sich um eine bewährte Mustersatzung.

Bei dieser Gelegenheit passt die Gemeinde die Satzung auch an anderen kleinen Stellen an – zum Beispiel überarbeitet sie die Zuteilung der Standplätze. Der Hauptausschuss empfahl dem Gemeinderat einstimmig, die Neufassung der Satzung zu beschließen.

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