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Eine Querungshilfe an der neuen Linksabbiegespur ins künftige Wohngebiet Maitz wird gerade gebaut.

Zufahrtsstraße ist fertig 

Für 111 Häuser: Gemeinde vergibt Bauplätze in der Maitz

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111 Wohneinheiten bietet das Neubaugebiet am Holzkirchner Ortsrand Richtung Teufelsgraben, ein Großteil wird demnächst baureif. Gerade wird noch die Linksabbiegerspur gemacht.

Holzkirchen Seit Ende vergangener Woche ist es eng geworden auf der Staatsstraße zwischen Teufelsgraben und Holzkirchen. Auf Höhe der Tankstelle behindern Asphaltiermaschinen die Durchfahrt. Obwohl nur eine Fahrbahn nutzbar ist, verzichtete die Gemeinde auf eine Ampelregelung. „Die Verkehrsregelung erfolgte nach Anordnung des Landratsamtes. Erfahrungen zeigen, dass es zum Teil besser ohne Ampel funktioniert“, teilte das Technische Bauamt im Rathaus gestern auf Anfrage mit.

Die Tragschichten der Fahrbahn sind fertig, am heutigen Dienstag (13. Juni) wird die Feinschicht aufgetragen. Noch einmal ist mit Behinderungen zu rechnen, ehe sich am morgigen Mittwoch (14. Juni) der Knoten wieder löst und der Verkehr auf beiden Fahrbahnen rollen kann. Die Markierungen kommen später.

Um die Linksabbiegespur ins künftige Wohngebiet unterzubringen, wurde die Fahrbahn verschwenkt. Am Abzweig bekommt die Staatsstraße eine Querungshilfe (Verkehrsinsel) samt großzügiger Aufstellfläche (2,50 Meter). Davon profitiert besonders der Waldkindergarten, dessen Zufahrt just gegenüber der Einfahrt liegt. Die „Brücke“ macht das Queren sicherer. „Die Aufstellfläche wird so groß sein, dass ein Radl mit Anhänger gut Platz hat“, betonte ein Sprecher des Bauamts. Die Querungshilfe soll laut Bauamt in drei bis vier Wochen nutzbar sein. Die Kosten für Abbiegespur und Querungshilfe belaufen sich auf 253 000 Euro.

Bis Ende Juli soll alles angerichtet sein für die Häuslebauer. Strom-, Wasser-, Kanal-, Fernwärme- und Internetleitungen sind verlegt. Die vier Meter hohe Lärmschutzwand, von der Straßenseite her gut getarnt hinter einer Buschreihe, steht schon seit Herbst 2016. Auch die Erschließungsstraße im Baugebiet wird heute asphaltiert, theoretisch könnten die ersten Bauherrn loslegen. Noch ist zwar ein Normenkontrollverfahren anhängig, das Nachbarn des Baugebiets angestrengt haben, weil die Planung ihrer Meinung nach zu wenig Rücksicht auf Lärm- und Verkehrsbelastung nimmt. „Die Klage hemmt die Entwicklung des Baugebiets aber nicht“, sagte Rathaus-Geschäftsführer Robert Haunschild; es gehe nur um Teilaspekte der Planung.

Wer die Grundstücke der Gemeinde bekommt, steht noch nicht fest. Das Rathaus vermarktet etwa ein Drittel aller Bauparzellen, darunter Einfamilien-, Doppel- und Mehrparteienhäuser, auf eigene Rechnung. Laut Haushalt soll der Grundstücksverkauf in der Maitz insgesamt 4,8 Millionen Euro in die Gemeindekasse spülen.

„Noch vor der Sommerpause könnte der Gemeinderat die Vergabe-Modalitäten festlegen“, sagte Haunschild. Die Ausschreibung würde über den Sommer laufen, im Herbst könnten die Grundstücke vergeben werden. Laut Haunschild will man sich grundsätzlich an dem Vergabemodell orientieren, das sich am Grünlandweg und in Kleinhartpenning bewährt habe. Dabei bestimmte die Gemeinde einen Festpreis für jedes Grundstück, die Bewerber erhielten Punkte: Bis zu 20 Punkte für die Ortsansässigkeit, je zehn für ein Kind. Unter Umständen bringen Kinder künftig weniger Punkte. „Vielleicht müssen wir die Modalitäten etwas anpassen“, sagte Haunschild.

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