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Wittert eine neue Chance: FWG-Gemeinderat Hubert Müller kämpft um die Wiederbelebung des Hartpenninger Schulhauses.

Gemeinderat lässt nicht locker

Statt teurer Container: Mittelschüler nach Hartpenning?

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Die Hartpenninger Schule dient nur noch als Abstellraum. Höchste Zeit, das zu ändern, findet Gemeinderat Hubert Müller. Er wünscht sich, die Mittelschule, während der Neubaujahre in Holzkirchen, nach Hartpenning auszulagern.

Hartpenning Hubert Müller lässt nicht locker. Bereits im April hat er für die Ertüchtigung des Großhartpenninger Schulhauses geworben, um die akute Raumnot in der Quirin-Regler-Grundschule in der Probst-Sigl-Straße aufzufangen (mehr dazu lesen Sie hier).

Jetzt legt der FWG-Gemeinderat aus Hartpenning nach: Wenn in den nächsten Jahren der komplette Neubau der Holzkirchner Mittelschule ansteht, den der Gemeinderat vor wenigen Tagen beschloss, könnten doch wenigstens einige Klassen während der mehrjährigen Bauphase nach Hartpenning ausgelagert werden.

Brandschutz-Nachrüstung des Altbauskäme sehr teuer

Bürgermeister Müller hatte die Idee in der Sitzung vorgetragen, die von Bürgermeister Olaf von Löwis (CSU) aber unter Hinweis auf die teure und aufwendige Brandschutz-Nachrüstung schnell ad acta gelegt wurde. „Der Vorschlag unserer Fraktion war durchdacht und hat es nicht verdient, vom Bürgermeister mit dem Totschlagargument Brandschutz abgeschmettert zu werden“, sagt Müller.

Die Brandschutz-Sanierung der Schule, die in den 60er Jahren gebaut wurde und seit zehn Jahren nicht mehr als solche genutzt werden kann, war bereits 2012 durchgerechnet worden. 860 000 Euro wurden seinerzeit aufgerufen. Der Gemeinderat verzichtete. Seitdem dienen die Räume als Lager für Vereine und das Kultur im Oberbräu. Nur wenn Wahlen anstehen, kommt vorübergehend Leben ins Haus, das dann als Wahllokal genutzt wird.

Jetzt aber ist eine zweite Summe im Spiel, die Müller Hoffnung macht: 4,5 Millionen Euro kostet es, die Mittelschule während des mehrere Jahre dauernden Neubaus an einem Interims-Standort in Container zu verlegen. Selbst wenn für die Sanierung der Hartpenninger Schule jetzt 1,5 Millionen Euro fällig wären, mithin das Doppelte, stehe das in keinem Verhältnis zu den 4,5 Millionen für die Containerschule, sagt Müller. Und am Ende verfüge die Gemeinde über ein zusätzliches Schulhaus, das dann auch zur Entlastung der Qurin-Regler-Schule dienen könne – während die 4,5 Millionen für die Containerschule in den Wind geschossen seien. Denkbar sei dann etwa, in Hartpenning Kombiklassen wie in Wall einzuführen.

Unklar ist, wo der Rest der 14 bis 15 Mittelschul-Klassen unterkommen soll, da nur sechs in Hartpenning Platz fänden. „Zwei Interims-Standorte? Das wäre logistisch nicht machbar“, sagte CSU-Gemeinderätin Martina Schweighofer (CSU), die selbst an der Schule unterrichtet, in der Sitzung.

Bürgermeister hält Müllers Vorschlag für nicht umsetzbar

Der Vorschlag Müllers, die Container in den Hartpenninger Schulhof zu stellen, funktioniert laut Löwis nicht. „Wir gehen von mehreren Dutzend Containern aus, die würden nie auf diesen Schulhof passen.“ Wenn Müller die 4,5 Millionen Euro für die Container so weh tun, bemerkt Löwis, „hätte er für die Verlegung der Mittelschule an den neuen Standort stimmen können. Dann wäre es ohne Container gegangen.“

Die Sanierung des Schule in Hartpenning hält Löwis für ein Fass ohne Boden. Zu berücksichtigen seien nicht nur der strenge Brandschutz, sondern „extreme bauliche Anforderungen, die heute an eine Schule gestellt werden“. Überdies habe eine Versammlung im Zuge des Mobilitätsgutachtens gezeigt, dass es für die Hartpenninger Schule und deren Standort ein „buntes Sammelsurium“ von Vorschlägen gebe – nicht nur den, dort wieder eine Schule einzurichten.

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