Am Kreisverkehr beim Grünen Zentrum (r.) liegt die Fläche vor dem einstigen Sitz von Panasonic Electric Works, an den noch der Solar-Tracker (M.) erinnert. Hier soll ein „Innovationszentrum“ entstehen.
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Am Kreisverkehr beim Grünen Zentrum (r.) liegt die Fläche vor dem einstigen Sitz von Panasonic Electric Works, an den noch der Solar-Tracker (M.) erinnert. Hier soll ein „Innovationszentrum“ entstehen.

Gemeinderat

Holzkirchen: „Innovationszentrum“ mit Wohnen, Gastro und Kita - Bebauung im Gewerbegebiet

Im Gewerbegebiet Ost in Holzkirchen soll nach Plänen einer Immobiliengruppe ein Innovationszentrum entstehen. Der Gemeinderat will den Bebauungsplan ändern.

Holzkirchen – Im Moment gibt es dort einen Parkplatz und Wiese. Doch wenn es nach den Plänen der Eckpfeiler Immobilien Gruppe GmbH geht, soll dort ein Innovationszentrum entstehen. Das geplante Gebäude am Kreisverkehr zwischen Industriestraße und Rudolf-Diesel-Ring im Holzkirchner Gewerbegebiet Ost beinhaltet neben Wohnungen auch Co-Working-Bereiche, Konferenzräume, Gastronomie und eine Kindertagesstätte.

Holzkirchen: Innovationszentrum statt Parkplatz und Wiese

Um diese Nutzung zu ermöglichen, soll der Bebauungsplan geändert werden. Aktuell ist das Areal als Gewerbefläche ausgewiesen, künftig soll es „urbanes Gebiet“ sein. Dieses erlaubt laut Baunutzungsverordnung die Verbindung von Wohnen und Arbeiten. Der Gemeinderat hat das Änderungsverfahren nach kurzer Diskussion auf den Weg gebracht.

Wie es in der Beschlussvorlage heißt, bilde die geplante Bebauung eine „lebendige Schnittstelle“ zwischen Ortszentrum und Gewerbegebiet. Die Gebäude sollen ab dem ersten Obergeschoss in Holz errichtet werden. Dadurch gebe es ein „Zusammenspiel“ mit dem benachbarten Grünen Zentrum, was zu einer „wärmeren Atmosphäre“ führen solle. Die Außenflächen werden als öffentlicher Raum gestaltet, für Nachhaltigkeit sollen begrünte Dächer sorgen. Wie Isabella Britze vom Bauamt des Rathauses im Gemeinderat erläuterte, werde der Markt Holzkirchen die Kindertagesstätte und einen Teil der Wohnungen erwerben.

Änderung des Bebauungsplans auf den Weg gebracht

Robert Wiechmann (Grüne) begrüßte das Projekt. Die Planung sei stimmig und zielführend. Allerdings werde man darauf achten, dass diese auch so ausgeführt werden wie angegeben, so Wiechmann. Simon Ammer (SPD) vertrat die gegenteilige Position. „Wir haben hier einen Fall, bei dem Wertsteigerung angestrebt und das Maximale rausgepresst wird“, urteilte Ammer.

Es gebe dabei keinen großen Mehrwert für die Gemeinde. „Wir wandeln ohne Not Gewerbegebiet um“, warnte Ammer. Gegen die Stimmen von SPD und Teilen der FWG-Fraktion gab die Mehrheit des Gemeinderats den Startschuss für die Änderung des Bebauungsplans. (aw)

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