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Spaß im Schnee haben diese Vier im Garten des Frühlingsdorfs. Für die Krippenkinder ist er schon zu hoch. 

Frühlingsdorf besonders betroffen

Kinderbetreuung im Notbetrieb: So reagieren die Kitas auf das Schneechaos

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Der schneereiche Ausnahmezustand hat jetzt auch die Kinderbetreuung eingeholt: Die Kita Frühlingsdorf geht bis Freitag in Notbetrieb. Auch anderen Einrichtungen drohen Einschränkungen.

Holzkirchen – Die Schulen sind schon dicht. Jetzt reagiert auch die Kindertagesstätte Frühlingsdorf in Holzkirchen auf das frostige Sauwetter. „Es findet bis Freitag nur eine Notbetreuung statt“, erklärt Rathaussprecherin Ewgenia Sabransky. Die Entscheidung traf die Marktgemeinde als Trägerin gestern Vormittag. Die anderen gemeindlichen Einrichtungen haben zwar auf, es könne aber nicht garantiert werden, dass sie zu den regulären Zeiten öffnen, da sich die Mitarbeiter wegen des Wetters verspäten könnten. Auch zu kurzfristigen, ganztägigen Schließungen, wie in Irschenberg, könnte es kommen. Die Leitung des Kindergartens Die Dorfspatzen etwa verschickte gestern vorsichtshalber einen Elternbrief mit entsprechender Vorwarnung.

Für das Frühlingsdorf gilt ab morgen: Eltern, die arbeiten müssen, dürfen ihre Kinder laut Sabranksy gerne vorbeibringen. All diejenigen, die auf ihre Kleinen daheim aufpassen oder sie bei Verwandten unterbringen können, werden ,gebeten dies zu tun. Auch, um sich selbst die Anfahrt über die verschneiten Straßen zu ersparen.

Im Frühlingsdorf haben aber nicht nur viele Eltern eine lange Anreise. „Viele meiner Kollegen sind von außerhalb“, erklärt Leiterin Maria Korell. „Wenn es die nächsten Tage weiter so schneit, wird es für sie kritisch, hier herzukommen.“ Den Notbetrieb stemmt die Einrichtung folglich mit reduziertem Personal. Mitarbeiter, die in Holzkirchen wohnen, betreuen die Kinder. Die Auswärtigen, sagt Korell, entscheiden morgens spontan, ob sie anreisen und arbeiten – je nach Witterungslage. An den Öffnungszeiten ändert sich nichts.

Die Entscheidung pro Notbetrieb erachtet Korell für „die absolut richtige“. Dem Worst-Case entgehe man so: „Stellen Sie sich vor, die Kinder stehen morgens hier, aber meine Kollegen sagen dann kurzfristig ab, ja dann haben wir ein richtiges Problem“, verdeutlicht sie. Mit einem Tag Vorlauf sei genug Zeit, um alles zu organisieren.

Lesen Sie auch: Wohin mit der weißen Wucht? Schnee treibt Holzkirchner zur Verzweiflung

Der Holzkirchner Waldkindergarten hat bereits am Montag auf den massiven Schneefall reagiert. „Im Wald ging’s nicht mehr, da war es einfach viel zu gefährlich“, erklärt die erzieherische Leiterin Julia Engl. Ihr Team zog mit den Kindern um. Vom Forststück am nördlichen Ortsausgang in die Dreifach-Turnhalle am Batusa. Der Sportunterricht der benachbarten Schulen fällt, so wie alle anderen Fächer auch, diese Woche bekanntlich ja aus.

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Mit den Gegebenheiten im Interimsquartier hat man sich arrangiert. Hallendach statt freier Himmel. „Ist nicht ideal, aber es geht schon“, sagt Engl. Für zwei Stunden toben die Kinder trotzdem draußen. Auf die Schneeberge vor der Halle kraxeln sie mit ihren Popo-Rutscherln.

Auch im Frühlingsdorf können die Kinder nach wie vor im Kita-eigenen Garten spielen. Wenn sie denn wollen. „Für die Krippenkinder ist der Schnee schon viel zu hoch, die können sich gar nicht bewegen“, sagt Korell. Auch die etwas Älteren stapfen demnach nur schwerfällig durch die weiße Pracht. Korell: „Nicht mal die haben wirklich Spaß.“

fp

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