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Blumen für die Kandidatin: Tim Roll, stellvertretender SPD-Ortschef, bedankt sich für die Bereitschaft von Elisabeth Dasch, 2020 wieder anzutreten. 

SPD stellt Bürgermeister-Kandidatin vor 

Elisabeth Dasch setzt auf zwei Schwerpunkte -  und kritisiert den Amtsinhaber   

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Sie sitzt seit 18 Jahren im Gemeinderat, amtiert seit 2014 als Zweite Bürgermeisterin – und geht 2020 noch einmal aufs Ganze: Elisabeth Dasch (59) will für die SPD Bürgermeisterin in Holzkirchen  werden. Sie setzt auf zwei klare Schwerpunkte – und spricht von Versäumnissen des Amtsinhabers.

Holzkirchen– Der erste Versuch startete voller Hoffnung und endete im Frust. Bei der Kommunalwahl 2014 galt Elisabeth Dasch, damals bereits Fraktionssprecherin der SPD, als aussichtsreichste Konkurrentin des CSU-Mitbewerbers Olaf von Löwis. Am Ende holte sie nur 16,5 Prozent, in die Stichwahl schaffte es Birgit Eibl (FW).

Der Stachel saß tief, räumte Dasch jetzt beim Pressetermin zur Bekanntgabe ihrer Kandidatur ein: „Kurzzeitig war ich entschlossen, nicht noch einmal zu kandidieren.“ Für den Gesinnungswandel sorgte nicht nur Zuspruch aus der Bevölkerung. „Ich musste mitverfolgen, dass seit 2014 bei weitem nicht das bewegt wurde, was möglich gewesen wäre.“ Bürgermeister Olaf von Löwis habe sich verzettelt, zu viele Prioritäten gesetzt. Sie dagegen wolle zwei Themen deutlich in den Vordergrund rücken: Bezahlbare Wohnungen und die Neugestaltung des Marktplatzes.

„Viele Leute können sich Holzkirchen nicht mehr leisten“

Nur 16 kommunale Wohnungen seien seit 2014 entstanden. „Viel zu wenig“, findet Dasch. „Ich höre von immer mehr Leuten, dass sie sich Holzkirchen nicht mehr leisten können.“ Sie sei entschlossen, „unser gesamtes Potenzial auszuschöpfen, um mehr bezahlbaren Wohnraum anbieten zu können“. Genossenschaften und Kooperationen sollen stärker eingebunden werden. Dabei sei darauf zu achten, dass in den kleineren Ortsteilen der dörfliche Charakter erhalten bleibt. Holzkirchen sei in den letzten Jahrzehnten unreguliert gewachsen, findet die Kandidatin. „Dem würde ich ein Ende setzen.“ Dem Ausweisen weiterer Gewerbegebiete erteilte sie eine Absage.

Besonders am Herzen liegt Dasch der Marktplatz, dem sie den zweiten Schwerpunkt ihrer Agenda widmen will. „Im Moment ist unser Marktplatz nicht mehr als ein besserer Parkplatz.“ Dessen Neugestaltung als lebenswerte Ortsmitte wolle sie entschlossen anpacken. Vage bleibt die 59-Jährige in Sachen Südspangen. „Warten wir ab, was das Straßenbauamt präsentiert.“

Dasch will „politischen Stillstand“ aufbrechen

Andere Themen wie Sportstätten und Verkehr will Dasch weiter vorantreiben, aber fokussiert bleiben auf ihren zwei Schwerpunkten. Dass Olaf von Löwis dies aus ihre Sicht versäumte, habe zu einem politischen Stillstand geführt, „den ich aufbrechen will.“ Das Rüstzeug dafür habe sie sich in den mehrwöchigen Vertretungszeiten als Interims-Rathauschefin angeeignet. „Ich kann Bürgermeisterin und Holzkirchen kann mehr“, sagt die Juristin, die als Dozentin für Rechtskunde an der Altenpflegeschule Miesbach und Penzberg unterrichtet. Die gebürtige Münchnerin wohnt mit Ehemann Norbert seit 25 Jahren in Holzkirchen, die Kinder Karolin und Kristian sind hier aufgewachsen.

„Elisabeth weiß, wie das Rathaus tickt“, sagt SPD-Ortsvorsitzende Verena Schmidt-Völlmecke. Dass die Kandidatin kein Parteimitglied ist, falle nicht ins Gewicht. „Uns ist wichtig, dass SPD-Themen umgesetzt werden.“ Einstimmig unterstütze die Führung des SPD-Ortsvereins die neuerliche Kandidatur Daschs.

Die offizielle Nominierung der designierten Kandidatin soll in der zweiten Novemberhälfte erfolgen, dann zeitgleich mit der SPD-Gemeinderats-Liste.

Auch bei der Wahl des neuen Marktgemeinderats will die SPD mit Erfahrung punkten. Alle bisherigen Fraktionsmitglieder – neben Dasch sind das Hans Putzer, Simon Ammer, Kathrin Simmel und Franz Obermayr – wollen 2020 wieder um ein Mandat kämpfen. Wie Ortsvorsitzende Verena Schmidt-Völlmecke ankündigte, meldete sich auch der ehemalige Gemeinderat Wolfgang Huber zurück. Er will 2020 ein Comeback im Gemeinderat versuchen. „Und er hat signalisiert, wieder in die Partei einzutreten“, sagte die Vorsitzende.

Wer 2020 in Holzkirchen für die CSU antreten wird, lesen Sie hier. 

Auch die Grünen haben bereits einen Bürgermeister-Kandidaten benannt.   

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