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Der Probebetrieb für die neuen LINT-Züge hat bereits begonnen. 

Fahrzeuge des Typs LINT kommen

Holzkirchen: Neue Züge für BOB - Probebetrieb läuft

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Moderner, pünktlicher, zuverlässiger: Mit den neuen Zügen des Typs „LINT“ will sich die Bayerische Oberlandbahn (BOB) mausern. Aktuell läuft der Probebetrieb.

Holzkirchen – Die Neulinge sind auch am Holzkirchner Bahnhof zu bewundern. Denn aktuell läuft quasi die erste Phase des Probebetriebs. „Die Triebfahrzeugführer nehmen die Fahrzeuge dabei in Augenschein“, erklärt Christopher Raabe, Pressesprecher der Bayerischen Oberlandbahn (BOB). Sie testen zum Beispiel Bremshebel, fahren den Zug am Bahnsteig vor und zurück. Immer dann, wenn laut Fahrplan gerade was frei ist. Abends kommen die Züge meist wieder in die Werkstatt nach Lenggries.

Es ist soweit: Trotz Corona-Krise hält die BOB an ihrem Plan fest, ihre Fahrzeuge auszutauschen. Wie berichtet, ersetzen die fabrikneuen Züge des Typs LINT die altersschwachen Dieselzüge des Typs Integral und Talent, die zum Teil seit 1998 unterwegs sind. Die Modelle werden ab Mitte Juni zum kleinen Fahrplanwechsel sukzessive ersetzt. Aktuell läuft der Probebetrieb.

Wie die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG), die den Regionalverkehr in Bayern im Auftrag des Freistaats plant, finanziert und kontrolliert, in einem Pressebericht mitteilt, werden nach dem Probebetrieb zunächst 25 Züge ausgetauscht. Erst stehen die Modelle des Typs Talent im Fokus. Ab voraussichtlich Ende Juli sind die Fahrzeuge des Typs Integral dran. „Zum großen Fahrplanwechsel im Dezember 2020 kommen sechs weitere Neufahrzeuge hinzu“, schreibt die BEG. Am Ende besteht die neue Flotte also aus insgesamt 31 Zügen.

Auch Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) freut sich über die Neuanschaffung: „Entscheidend ist, dass das Risiko von Zugausfällen sinkt und wir mit diesen Fahrzeugen die Zeit bis zur Elektrifizierung der Strecken vollständig überbrücken können“, erklärt sie. Das soll Anfang der 2030er- Jahre geschehen.

BOB-Geschäftsführer Fabian Amini ergänzt: „Die Fahrzeuge vom Typ LINT sind langjährig erprobt, wenig störanfällig und sehr zuverlässig.“ Im Vergleich zur Bestandsflotte seien die neuen Züge leiser, sie stoßen weniger Schadstoffe aus und bieten mehr Komfort. „Unsere Fahrgäste können sich unter anderem auf leistungsstarke Klimaanlagen, ein modernes Fahrgastinformationssystem und Gratis-WLAN freuen.“ Mehr Pünktlichkeit verspricht BEG-Geschäftsführerin Bärbel Fuchs.

Darüber hinaus wächst das Angebot ab Dezember 2020: Im Berufsverkehr an Werktagen wird der Halbstundentakt am frühen Vormittag und am Abend erweitert. Für den Ausflugsverkehr am Wochenende gibt es mehr Sitzplätze sowie auf den Streckenästen nach Tegernsee und Lenggries einen weitgehenden Halbstundentakt über den ganzen Tag.

Bis es soweit ist, soll ab Mitte April der richtige Probebetrieb starten, erklärt BOB-Sprecher Raabe: „Dann fahren die Züge im ganzen Netz herum.“ Allerdings ohne Passagiere. Dabei testen die Mitarbeiter auch das Kuppeln und Flügeln. In Holzkirchen und Schaftlach werden die Züge später gekuppelt, also verbunden, um nach München weiterzufahren, erklärt er. Vom Norden her kommend werden sie geflügelt, also getrennt, um die einzelnen Streckenäste Richtung Süden zu befahren. Das funktionierte besser als bei den Vorgängern, beteuert Raabe. Die BEG bestätigt das: „Die 31 identischen Fahrzeuge lassen sich beliebig miteinander kuppeln, dadurch steigt die Einsatzflexibilität der gesamten Flotte“, heißt es. Zusätzliche Verbindungen werden möglich.

Die alten Züge sollen verkauft werden, sagt Raabe. Genaueres kann er im Moment allerdings nicht dazu sagen.

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