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Zukunft trifft Vergangenheit: Die Schilder des Föchinger Hofs (oben) wurden bereits durch neue ersetzt. Es bleiben die Hirschgeweihe.

Dem Gorilla fehlt der Saft

Tasty Gorilla in Föching: Darum verzögert sich die Eröffnung

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Die Eröffnung des Restaurants Tasty Gorilla in Föching verzögert sich. Der neue Pächter erklärt wieso. Außerdem gibt‘s erste Bilder vom neuen Lokal.

Föching – Die Speisekarte des Tasty Gorilla ist fleischlastig. Spareribs, Brisket, Burger und Pulled Pork sollen die Kunden künftig in das Restaurant locken, das im ehemaligen Föchinger Hof eröffnet. Für seine Kreationen braucht der neue Pächter Steven Keller spezielles Equipment in der Küche. Einen Kombi-Dampfgarer, um das Fleisch so zart wie möglich zu servieren, Fritteusen für die Süßkartoffel-Pommes, um nur zwei Beispiele zu nennen. Doch die Geräte brauchen freilich Strom – und der steht nur in begrenztem Maß bereit. Einer der Gründe, warum sich die Eröffnung des Tex-Mex-Lokals laut Keller verzögert.

„Wir haben momentan zu wenig Strom“, erklärt der Chef des Tasty Gorilla , der im niederbayerischen Eggenfelden ein gleichnamiges Restaurant betreibt. Statt der 150 Kilowatt (kW), die er brauche, um all seine Küchengeräte und die Elektronik im restlichen Haus zu füttern, fließen demnach nur 40 kW aus der Steckdose. Dem Gorilla fehlt der Saft.

Von heute auf morgen lässt sich das Problem nicht lösen. Die Marktgemeinde, der der Gasthof gehört, hat bereits ein Ingenieurbüro beauftragt, das die Stromanschlüsse inspiziert, teilt Rathaussprecherin Ewgenia Sabransky mit. Im Sommer, hofft Keller, könnten neue Leitungen verlegt werden. Auch in der Küche stünden umbauten an. Die sollen aber „unter laufendem Betrieb“ vonstattengehen. Denn zusperren will Keller deswegen nicht – und lange warten mit der Eröffnung auch nicht mehr.

„Ich will so schnell wie möglich aufmachen“, bekräftigt Keller. Also muss er improvisieren: Er sperrt den Tasty Gorilla auf, bietet vorerst aber nur eine kleinere Karte an, um die Küche und deren Geräte nicht aufs Äußerste zu strapazieren. Gekocht wird interimsweise mit Strom und Gas.

Wann genau er die ersten Gäste empfängt, darauf will er sich noch immer nicht festnageln lassen. Keller: „Wir probieren aber, noch im Januar zu öffnen.“ Soweit nichts mehr dazwischen komme.

Feinschliff: Künstler Zbigniew Mrugala hat den Innenraum des Tasty Gorilla gestaltet, darunter auch das große Relief.

Zur ganzen Wahrheit gehört aber auch, dass die Umbauarbeiten im Restaurant vorige Woche noch liefen. Der Künstler Zbigniew Mrugala, den Keller engagiert hatte, um den Innenraum zu gestalten, vollendet derzeit das Relief im Gastraum. Dessen Motiv erinnert an die Mayas, das indigene Volk Mittelamerikas. Die Wände zieren helle Backsteine und schwarze Tafeln, die Cocktails bewerben. Das viele Holz ist aus der einst gutbürgerlichen Dorfwirtschaft verschwunden. Ebenso wie die Schilder des „alten“ Föchinger Hofs an der Fassade. Dort grüßt nun ein Gorilla mit Kochmütze und Sonnenbrille die Vorbeifahrenden.

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fp

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