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In der Münchner Straße müssen Autos und Motorräder ab Dienstag (18. Juni) einen Gang zurückschalten: Um 9 Uhr startet ein dreimona tiger Tempo-30-Modellversuch.

Testphase dauert drei Monate

Runter vom Gas: In der Münchner Straße gilt jetzt Tempo 30

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In der Münchner Straße müssen Autos und Motorräder ab Dienstag (18. Juni) einen Gang zurückschalten: Um 9 Uhr startet ein dreimonatiger Tempo-30-Modellversuch.

Holzkirchen – Tempo 30 auf der Münchner Straße: Was lange undenkbar schien, wird jetzt Realität – wenn auch vorerst nur als dreimonatiges Versuchsprojekt. Ab 18. Juni (9 Uhr) wird auf der Ortsdurchfahrt, immerhin einer Staatsstraße, die Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h begrenzt. Ziel der Übung: Man will testen, ob der Radverkehr davon profitieren kann.

Die Marktgemeinde hatte sich für das Projekt beworben und den Zuschlag bekommen. Untersucht werden soll vor allem, ob die angeordnete Tempodrosselung den Fahrradverkehr im Ort sicherer macht.

Wie es dazu kam, dass ausgerechnet Holzkirchen den Zuschlag bekam, lesen Sie hier. 

In anderen Bundesländern ist es längst üblich, auch Hauptverkehrsachsen mit Tempo 30 zu belegen, wenn diese durch ein Ortsgebiet führen. Bayern hat jetzt zumindest einmal fünf Teststrecken benannt, die alle von hoher Verkehrsbelastung geprägt sind. 

Bei der Auswahl arbeitete die Oberste Baubehörde im Innenministerium mit der Technischen Hochschule Nürnberg und der „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern“ (AGFK) zusammen, in der die Marktgemeinde Holzkirchen Mitglied ist.

Tempo 30 gilt während des dreimonatigen Versuchs auf der gesamten Münchner Straße, die bekanntlich als Staatsstraße klassifiziert ist. Konkret heißt das: Vom nördlichen Ortseingang am McDonalds-Kreisel bis zur großen Marktplatz-Ampel (Kreuzung Tölzer Straße/Tegernseer Straße) darf die Tachonadel nicht über 30 km/h anzeigen. Am Montag (17. Juni) begann der Holzkirchner Bauhof damit, die Schilder aufzustellen.

Wie sich Autofahrer und Radler verhalten, wird regelmäßig von einem Auswerte-Team beobachtet. Untersucht wird auch, wie viele Autos und Fahrräder zu welchen Zeiten unterwegs sind. Wie Standort-Förderin Eva-Maria Schmitz mitteilt, sammelte das Projektteam am 6. Juni erste Daten bei einer Vorher-Untersuchung.

Der Fahrradverband ADFC machte erst jüngst mit einer Schwimmnudel-Aktion auf gefährliche Überhol-Aktionen in Holzkirchen aufmerksam. 

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