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In beiden Richtungen gilt jetzt Tempo 30 auf der Rosenheimer Straße zwischen Oskar-von-Miller-Platz und HEP-Kreisel. Die Tempo-Drosselung auch ortsauswärts soll Fußgängern ein sicheres Queren der Straße ermöglichen. 

Verkehrsberuhigung in Rosenheimer Straße

Noch mehr Tempo 30:  Zebrastreifen vor Bahnbrücke wird sicherer

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Die Stelle ist tückisch für Fußgänger: Vor der Bahnbrücke in der Rosenheimer Straße wird der Zebrastreifen von Autofahrern gern übersehen. Um die Situation zu entschärfen, gilt dort jetzt auch ortsauswärts Tempo 30.

Holzkirchen Fußgänger können etwas aufatmen: Die Rosenheimer Straße ist zwischen Oskar-von-Miller-Platz und HEP-Kreisel jetzt in beiden Richtungen zur Tempo-30-Zone geworden. Die Verkehrsbehörde im Landratsamt, die für diese Kreisstraße (MB 4) zuständig ist, kam damit einer Bitte der Marktgemeinde nach. „Die Schilder sind bereits montiert“, sagt Cornelia Weber von der Öffentlichkeitsarbeit im Rathaus.

Tempo 30 ist derzeit das große Stichwort für den innerörtlichen Verkehr in Holzkirchen. Noch bis Mitte September läuft ein Modellversuch auf der gesamten Münchner Straße, jetzt wurde auch auf der Rosenheimer Straße nachgerüstet. Galt die auf 30 km/h reduzierte Höchstgeschwindigkeit bisher schon ortseinwärts, um den Zebrastreifen gleich hinter dem „Brückenberg“ zu schützen, müssen Autofahrer jetzt auch einen Gang zurückschalten, wenn sie vom Oskar-von-Miller-Platz in Richtung Bahnbrücke unterwegs sind. Zudem weisen Schilder auf den Fußgänger-Überweg hin.

Fußgänger und Radler fürchten diesen Abschnitt der Rosenheimer schon immer, weil es unübersichtlich und eng zugeht. „Diese Passage wird insbesondere wegen der ungünstigen Sichtverhältnisse von und zur Frühlingsstraße in Kombination mit dem Zebrastreifen als gefahrenträchtig angesehen“, weiß Bürgermeister Olaf von Löwis. 

Eine Reaktion auf die schmerzlich vermisste Kindergartenbrücke

Den Ausschlag für die komplette 30er-Zone gab jetzt aber die nach wie vor fehlende Kindergartenbrücke zwischen Frühlingstraße und Austraße, die Radlern und Fußgängern eine gefahrlose Überquerung der Bahntrasse ermöglichte. Da die alte, baufällige Brücke abgebrochen werden musste und ein Neubau auf sich warten lässt (wir berichteten), müssen Passanten und Radler die gefährlichere Autobrücke in Kauf nehmen. „Wir beobachten dort ein erhöhtes Fußgängeraufkommen“, sagt Löwis. Das Gefahrenpotenzial an der Einmündung der Frühlingstraße sei noch einmal gestiegen.

Rathaus plant weitere Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung

Dieses Argument überzeugte auch das Landratsamt, das einer entsprechenden Anfrage des Holzkirchner Hauptausschusses stattgab. Tempo 30 auch ortsauswärts soll jetzt helfen, diese wichtige Verbindungsachse zwischen HEP und Marktplatz etwas sicherer zu gestalten. „Tempo 30 ist für uns ein erster Schritt zur Entschärfung der Situation“, erklärt der Rathauschef, „wir arbeiten allerdings weiter an Ideen für zusätzliche Maßnahmen, um die Verkehrsverhältnisse dort zu verbessern.“

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