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Passant findet Giftköder-Warnung 

In der Thanner Straße: Drohung neben Hundehaufen

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Hundehaufen, die von Herrchen oder Frauchen nicht entsorgt werden, sorgen öfters für Ärger und Groll. Ein Unbekannter in der Thanner Straße ging jetzt aber zu weit - und drohte mit Giftködern.   

Holzkirchen – Der Ärger über einen frischen Hundehaufen in der Thanner Straße verleitete einen oder eine Unbekannte(n) jetzt zu einer unbedachten und möglicherweise strafbaren Gegenreaktion. Ein Passant fand am vergangenen Freitag (8. November) auf einem Grünstreifen zwischen Eisstadion und Friedhof, direkt neben dem Hundehaufen, ein DIN-A-4-Blatt mit der Aufschrift: „Vielen Dank, liebe(r) Hundebesitzer/in! Demnächst liegt hier ein vergifteter Köder!“

André Reinwarth, Ermittler bei der Holzkirchner Polizei, bekam das Foto vom „Drohbrief“ via Mail vorgelegt. Das Blatt war mit einem Stein beschwert und in Klarsichthülle gepackt. „Bei einer Nachschau vor Ort konnten wir das Blatt nicht mehr finden“, sagt Reinwarth auf Anfrage. Die Befragung von Anwohnern und Passanten ergab, dass es wohl weitere solcher Zettel nicht gab.

Der Ort des Geschehens befindet sich an einer beliebten Gassi-Strecke in Richtung Thann und Kogel. Der Unmut über die stinkende Hinterlassenschaft sei durchaus nachvollziehbar, sagt der Ermittler, „das rechtfertigt jedoch in keinster Weise diese Aktion“. Die Bilder werden jetzt der Staatsanwaltschaft München vorgelegt, die unter Umständen weiterführende Maßnahmen anordnet.

Die Polizei appelliert sowohl an Hundehalter wie auch an Anwohner, sich „im Hinblick auf bestehende Rechtsnormen“ korrekt zu verhalten. Seien Verstöße nachweisbar, könne das für nachlässige Hundebesitzer oder für die Urheber solcher Drohungen empfindliche Geldstrafen zur Folge haben, heißt es in einer Pressemitteilung.

Das Thema Giftköder löst bei Hundehaltern in der Region unangenehme Erinnerungen aus. Im Januar 2018 hatte ein unbekannter Täter für großes Aufsehen in Otterfing gesorgt. Damals waren über längere Zeit tatsächlich Fressfallen entlang beliebter Gassistrecken ausgelegt. Trotz intensiver Ermittlungen und dem Einsatz von Spürhunden gelang es nicht, den oder die Täter zu überführen. 

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