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Durchnummeriert sind die zehn Parzellen, die in der Maitz gegen Höchstgebot zu haben sind. Am Montag werden im Rathaus die Kuverts geöffnet.

Vergabeverfahren in der Maitz

Wie viel wird für Baugrund bezahlt ?

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Im Rathaus-Safe stapeln sich schon die Kuverts: Am 16. März läuft die Bewerbungsfrist für zehn Bauparzellen in  Maitz-Inselkam ab. Alle sind neugierig: Wie hoch pokern Häuslebauer, um an einen der begehrten Bauplätze zu kommen?

Holzkirchen – „Ich bin wirklich sehr gespannt, was für Baugrund bei uns bezahlt wird“, sagt Bürgermeister Olaf von Löwis. Angesichts der hohen Nachfrage in Holzkirchen sei man etwas verwundert gewesen, als die Gebote zunächst nur tröpfelnd eintrafen. Wenige Tage vor Ablauf der Frist am Freitag, 16. März, quillt der Posteingang jetzt aber über. „Täglich kommt ein ganzer Schwung herein“, sagt Löwis.

Mehrere Dutzend Gebote haben sich angesammelt. Löwis kennt weder Inhalt noch Absender. „Geöffnet werden die Kuverts erst am Montag.“

Das Vergabeverfahren für die zehn Parzellen läuft seit Anfang Februar. Ein umstrittenes Verfahren, verzichtet doch die Marktgemeinde auf jeglichen Einheimischenbonus, sondern reizt den aktuellen Marktwert aus. Mindestens 1050 Euro je Quadratmeter sind gefordert. Die Zahl entspricht dem derzeit aktuellsten Bodenrichtwert der Kaufpreissammlung 2015/ 2016. Seitdem sind die Preise allerdings deutlich gestiegen. Von 1600 Euro und mehr ist bereits die Rede. „Habe ich auch gehört“, sagt Löwis, „aber warten wir mal ab, ob das auch wirklich geboten wird.“

Löwis geht davon aus, dass die acht Doppelhaus-Grundstücke (310 bis 388 Quadratmeter) gefragter sind als die beiden Einzelhaus-Parzellen (494 und 498 Quadratmeter), die wohl kaum unter 530 000 Euro weggehen dürften. Eine Rolle werde sicher auch die jeweilige Lage der Parzelle im Bebauungsplan spielen, glaubt der Rathauschef.

Bis zu 130 Wohneinheiten können laut Bebauungsplan im Baugebiet Inselkam/Maitz entstehen. Der erste Bauabschnitt sieht 89 Einheiten vor; im zweiten Abschnitt sind 17, im dritten Abschnitt 24 Wohnungen angedacht. Baureif ist vorerst nur der erste Bauabschnitt, in dem die besagten zehn Parzellen liegen.

Nach Öffnen der Kuverts am Montag werden die Angebote ausgewertet. Grundsätzlich gilt: Der Meistbietende auf eine bestimmte Parzelle bekommt den Zuschlag. „Gibt es zwei gleichlautende Angebote, hat jeder Bewerber die Chance, noch einmal nachzulegen“, sagt Löwis. Ein Bieter bekommt höchstens zwei Grundstücke. Die Gemeinde sei bestrebt, die Verfahren möglichst schnell zu entscheiden, sagt Löwis. Es könne jedoch Sommer werden, ehe alle Parzellen vergeben sind.

Die Vergabe nach Höchstgebot ist kein Selbstzweck. Den Erlös der „Versteigerung“ will die Gemeinde in den kommunalen Wohnungsbau stecken, um bezahlbare Mietwohnungen anbieten zu können. Derzeit lässt die Gemeinde zwei Häuser in Neuerlkam bauen, es entstehen 16 Wohnungen. Reine Baukosten: 4,2 Millionen Euro.

Das nächste Neubaugebiet ist in Vorbereitung. Zwischen Tölzer Straße und Baumgartenstraße entwickelt das Rathaus über 5000 Quadratmeter frisches Bauland; etwa ein Drittel vermarktet die Gemeinde wieder selber. „Wie viele Parzellen wir dort vergeben können und wie wir das anstellen, werden wir sehen“, sagt Löwis, „jetzt schauen wir mal, wie das in der Maitz funktioniert.“

Genaue Informationen zum Vergabemodus sind abrufbar unter www.holzkirchen.de/ bekanntmachungen.

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