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Viel Neuschnee im Oberland erwartet: So wappnet sich die Deutsche Bahn

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Von: Florian Prommer

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Die BOB quälte sich in den vergangenen Tagen durch den verschneiten Landkreis. © Thomas Plettenberg

Die Schienen im Oberland wurden kräftig eingeschneit. Erst heute räumte die DB Netz den letzten Abschnitt frei. Ein Sprecher erklärt, wieso - und wie man sich für den Neuschnee wappnet.

Holzkirchen – Die Bayerische Oberlandbahn (BOB) rollte gestern wieder durchs Oberland. Langsam und nur im Stundenrhythmus, aber sie rollte. Von Sonntag an waren die Züge bekanntlich auf einzelnen Strecken anderthalb Tage lang stillgestanden. Nur auf der Strecke Holzkirchen- Schliersee ging auch gestern bis zum frühen Abend nichts. Solange pendelten sechs Busse entlang der Strecke.

Die DB Netz, Betreiber des Schienennetzes, hatte ihre Schwierigkeiten, ein Teilstück zwischen Holzkirchen und Miesbach zu räumen. „Durch die Schneelast war in einem Waldstück viel Gehölz auf die Gleise gefallen“, erklärte ein Bahnsprecher gegenüber unserer Redaktion. Meter für Meter kämpfte sich ein sogenannter Turmtriebwagen, eine rollende Werkstatt, voran. Mit Kettensägen schnitten ihm die DB-Mitarbeiter den Weg frei. Arbeiten, die nur tagsüber durchgeführt werden können, erläutert der Sprecher: „Es war sehr aufwendig, aufwendiger als auf anderen Abschnitten.“

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Für die kommenden Tage hat sich die DB Netz gewappnet. Der Wetterbericht prophezeit bis zu 70 Zentimeter Neuschnee. Im betroffenen Waldstück habe man vorsorglich einige Bäume zugeschnitten, damit sie nicht aufs Gleis fallen. Zudem, so der Sprecher, habe die Bahntochter zwei Zwei-Wege-Bagger und zwei Trupps mit Handfräsen und Kettensägen ins Oberland beordert. „Die stehen stante pede in Holzkirchen und schauen, was los ist.“

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fp

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