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Das Tor ist schon offen - doch die Gemeinde will den Pferdepark Oberland nicht zulassen.

Gespräch mit Landrat geplant

Böses Erwachen: Gemeinde will Pferdepark verhindern

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Holzkirchen - Viele hatten sich schon auf die neue Freizeit-Attraktion gefreut - andere weniger. Die Gemeinde will den Pferdepark Oberland mit allen Mitteln stoppen.

Bürgermeister Olaf von Löwis (CSU) ist sauer. In der Holzkirchner Gemeinderatssitzung wedelte er nun mit einem Flyer des Oberland Pferdeparks, den Familie Kaiser in Kleinartpenning am 1. Juli eröffnen will. „Nur darüber haben wir davon erfahren“, schimpfte er. Auch Anwohner hätten sich beschwert. „Die Gemeinde ist nicht zuständig“, betonte er. Das Ordnungsamt habe sofort das Landratsamt kontaktiert. Am Dienstag, 28. Juni, gebe es ein Gespräch mit Landrat Wolfgang Rzehak. Auch das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) sowie Egon Kaiser, der Eigentümer der Anlage, sind laut Landratsamt geladen. „Eine Einigung ist möglich“, meint Behördensprecher Birger Nemitz.

„Wir tun alles, um den Park nicht zuzulassen“, sagte Löwis. Er befürchtet einen Freizeitpark, der viel Verkehr in den Ort lockt. Unklar sei die Parkplatzfrage. „Wir wollen nicht, dass die Gemeindestraßen zugeparkt werden.“ Bei der Größe der Anlage sei zu befürchten, dass aus dem Reiterstüberl durch die Hintertür eine Gastronomie Einzug hält. „Der Betreiber denkt wohl, dass das alles im Rahmen der landwirtschaftlichen Privilegierung rechtens ist.“ Dank dieser durfte er nach langem Hickhack vor Jahren sein Pferdegestüt einrichten.

Das Landratsamt hat laut Nemitz bei einer Baukontrolle am Freitag, 17. Juni, abweichende Maßnahmen festgestellt. „Diese wurden an das AELF zur Stellungnahme übersandt.“ Das Landwirtschaftsamt müsse klären, welche Maßnahmen dem landwirtschaftlichen Betrieb dienen. Eine Umnutzung des Reiterstüberls zu einer öffentlichen Gaststätte wäre nicht genehmigungsfähig. Eine endgültige Entscheidung zu den bauaufsichtlichen Maßnahmen falle erst nach Stellungnahme des AELF.

mar

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