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Soziale Themen liegen ihm am Herzen: Olaf von Löwis freut sich auf seine Aufgaben als Bezirksrat.

„Meine Frau hat mir Mut gemacht“

Bürgermeister wird Bezirksrat: So geht Olaf von Löwis mit seinem neuen Amt um

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Es wäre ja nicht so, dass Olaf von Löwis (63) langweilig wäre. Dennoch mutet sich Holzkirchens Bürgermeister auch noch das Amt des Bezirksrats zu. Wie er das schafft, erklärt er hier.

Landkreis – Mit 35,9 Prozent der Erststimmen zieht Olaf von Löwis als CSU-Direktkandidat in den Bezirkstag ein. Wir haben Löwis gefragt, wie er sich nun organisiert, was er als Bezirksrat bewegen möchte – und ob sein Blick bereits Richtung Landratskandidatur geht.

Herr von Löwis, Glückwunsch zum neuen Amt! Werden Sie jetzt zum Teilzeit-Bürgermeister?

Olaf von Löwis: (lacht) Herzlichen Dank. Nein, so schnell werden mich die Holzkirchner nicht los. Meine Nummer eins ist das Bürgermeister-Amt, alles andere ist nachgeordnet. Das war immer so und daran ändert sich auch durch mein Bezirkstagsmandat nichts.

Dann brauchen Sie ein gutes Zeitmanagement...

Olaf von Löwis: Vor allem brauche ich ein gutes Vorzimmer im Rathaus, das meine Termine koordiniert. Und das habe ich zum Glück auch. Von Sepp Bichler (langjähriger CSU-Bezirksrat – Anm. d. Red.) habe ich erfahren, dass die Sitzungen des Bezirkstags meistens tagsüber stattfinden. Im Gemeinderat handelt es sich dagegen vorwiegend um Abendtermine. Zumindest da gibt es also schon mal keine großen Überschneidungen.

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Bleibt noch Ihr Privatleben.

Olaf von Löwis: Auch da habe ich mir natürlich im Vorfeld meiner Kandidatur mit meiner Familie viele Gedanken gemacht, wie ich den zeitlichen Mehraufwand schultern kann. Meine Frau hat mir aber von Anfang an Mut gemacht. Sie war der Meinung, dass dieses Amt für mich genau richtig ist.

Würden Sie ihr zustimmen?

Olaf von Löwis: Na ja, noch stehe ich ganz am Anfang. Ich denke aber schon, dass mir die Themen des Bezirks sehr entgegenkommen. Vieles davon kenne ich ja bereits aus Holzkirchen. Dinge wie Inklusion in Kitas und Schulen oder die Unterstützung des kulturellen Lebens liegen mir am Herzen. Als Förster bin ich natürlich auch an Umweltfragen interessiert. Ich denke, als Bezirksrat kann ich da einige gute Ideen beisteuern beziehungsweise auch mit in die Marktgemeinde zurückbringen. Ich werde auf jeden Fall die Hand heben und mich aktiv einbringen.

Gilt das auch für eine Landrats-Kandidatur?

Olaf von Löwis: (lacht) So weit bin ich da mit der Entscheidungsfindung noch nicht. Ich müsste lügen wenn ich sagen würde, dass ich mir darüber keine Gedanken mache. Vor allem im privaten Bereich ist es schon Thema. Auch in der Kreis-CSU werden wir Gespräche führen. Aber alles ohne Zeitdruck. Ich lasse einfach mal auf mich zukommen, was mir die Leute raten, dann schauen wir weiter.

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Wann fällt die Entscheidung?

Olaf von Löwis: Eine verfrühte Bekanntgabe möchte ich in jedem Fall vermeiden. Dadurch würde nämlich der Eindruck entstehen, dass ich mich nicht mehr voll auf meine Aufgaben als Bürgermeister konzentriere. Mein Herz schlägt sehr für Holzkirchen, und es gibt noch viel zu tun hier. Ich möchte auch betonen, dass nach wie vor alles offen ist, was nach 2020 passiert. Vielleicht höre ich dann ja sogar ganz auf mit Politik.

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