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Die alten Bauhofgebäude an der Frühlingstraße sind in die Jahre gekommen. 

Während Rathauserweiterung schneller vorangeht 

Gemeinderat kritisiert: Bauhof in der Warteschleife

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Die Aussiedlung des Bauhofs lässt noch auf sich warten. Die Rathauserweiterung hingegen treibt die Gemeinde voran - genau das kritisierte nun Gemeinderat Hans Putzer (SPD).  

Holzkirchen – Nach der geplanten Aussiedlung des Bauhofes hat sich der Holzkirchner Gemeinderat Hans Putzer (SPD) jetzt in der Sitzung des Gremiums erkundigt. Die Arbeitsplätze seien in einem schlechteren Zustand als die im Rathaus. Es handle sich um „dunkle Höhlen“, Sanitäranlagen für weibliche Kollegen fehlen. Davon überzeugte er sich bei einem Besuch. Putzer findet, dass man den Bauhof-Umzug oben auf die Prioritäten-Liste setzen solle. Er schielte dabei auch auf die Rathauserweiterung – hier segnete der Gemeinderat Ende 2016 die Grundlagenermittlung schon ab und stellte einen Bebauungsplan auf. Der Bauhof hingegen hängt in der Warteschleife.

Bürgermeister Olaf von Löwis (CSU) bat darum, „Projekte nicht gegeneinander auszuspielen“. Die Rathauserweiterung sei auch wichtig. „Dass das brennt, da brauchen wir nicht reden“, meinte er mit Blick auf den Bauhof. Dennoch handle es sich um eine knifflige Frage. Man müsse den Haushalt beachten. Laut Robert Haunschild, Geschäftsleiter im Rathaus, gibt es im Moment keinen Zeitplan.

Wie berichtet, plant die Gemeinde, den Bauhof auszusiedeln, auf ein Grundstück an der B 318 bei Marschall. Dazu gibt es auch einen Grundsatzbeschluss des Gemeinderats. Bislang verteilen sich die Bauhof-Gebäude auf mehrere Standorte. Die Mitarbeiter müssen ständig hin- und herfahren. Die jetzigen Gebäude liegen zudem in Wohngebieten, wo Nachbarn durch Lärm gestört werden. Die beiden großen Streusalzsilos an der B 318 sind erste Vorboten des Vorhabens. Auf diesem Grundstück – das der Gemeinde gehört – sollen eines Tages Fahrzeughallen, Lager, Werkstätten, Verwaltungs- und Aufenthaltsräume sowie Parkplätze für die Bauhofmitarbeiter errichtet werden. Die Aussiedlung böte auch neue Chancen: Die Gebäude in der Frühlingstraße würden frei, und so gäbe es zentrale Flächen für Wohnungsbau. Aus finanziellen Gründen blieb das Großprojekt aber bislang auf der Strecke.

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