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Der Unterricht in der Schule läuft bereits. 

Holzkirchner Verein Hilfe für die Straßenkinder in Mbour

Neue Projekte für die Schule im Senegal

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Holzkirchen – Sie war ein Lebenstraum von Ali Sene aus Holzkirchen. Inzwischen steht die Schule in seiner Heimat im Senegal, der Unterricht läuft. Und der Hilfsverein hat noch einige Ideen, um den Kindern dort nachhaltig zu helfen. 

Die Schule ist gebaut und hat bereits ein zweites Stockwerk bekommen: 120 Straßenkinder aus Mbour im Senegal haben hier die Möglichkeit, Lesen, Schreiben und Rechnen zu lernen. Ab Herbst sollen noch einmal so viele dazukommen. Sorge dafür trägt der Holzkirchner Verein „Hilfe für die Straßenkinder in Mbour“. Jetzt stand ein Besuch vor Ort an. 

14 Mitglieder traten gemeinsam mit dem Vorsitzenden und Vereinsgründer Algaf „Ali“ Sene den Flug auf den afrikanischen Kontinent an, um sich an Ort und Stelle über die Fortschritte ihres Projekts zu informieren. Und weitere Pläne zu entwickeln. 

Eine Gruppe des Vereins reiste jüngst in den Senegal, um dem Schulgebäude mit den letzten Schliff zu verpassen.

Die Besucher aus dem Oberland legten auch selbst Hand an. So pflanzten sie vier weitere Bäume auf dem Schulhof, die bald Schatten spenden sollen. Einige Schönheitskorrekturen, wie es Vereinsmitglied Christine Weber nennt, gab es an Tischen und Stühlen vorzunehmen. Und natürlich wurden die Klassenzimmer mit fotografischen Eindrücken aus Oberbayern dekoriert. Zudem halfen die Gäste aus Deutschland dabei, eine Lager- und Veranstaltungshalle fertigzustellen. 

Mittlerweile ist die Schule, die wie berichtet durch Spendengelder aus der Region gebaut werden konnte, auch offiziell eingeweiht. Während des Festakts ernannten die Dorfältesten die deutschen Vereinsmitglieder zu Ehrenbürgern der Region, die etwa 80 Kilometer von Dakar, der Hauptstadt des Senegals, entfernt liegt. Begonnen hatten sie das Schulbau-Projekt 2013

Um nicht weiter nur auf Spenden angewiesen zu sein und auf eigenen Beinen stehen zu können, gibt es in der Schule nun einen Raum mit Nähmaschinen. Dort lernen Mädchen unter Anleitung von zwei Schneidern den Umgang mit Stoff und Nadel. Ziel ist es laut Weber, Kleidung und Gebrauchsgegenstände wie Tablet-Taschen herzustellen und zu verkaufen, um somit einen Teil der Unterhaltskosten der Schule selbst zu erwirtschaften. 

Der Verein um Sene, der in Mbour geboren wurde, aber seit fast 20 Jahren in Holzkirchen lebt, hat noch mehr vor: Er plant eine Lehrwerkstatt, in der die Kinder und Jugendlichen lernen, Holz- und Metall zu verarbeiten. „Vielleicht können wir dort aus dem Verkauf von Produkten dann eine Eigenfinanzierung schaffen, um den Schülern ein Mittagessen bieten zu können“, sagte Zweiter Vorsitzender Andreas Krieg dem Tölzer Kurier. Ein Grundstück ist bereits gefunden, die Baugenehmigung liegt vor.

Nähere Infos gibt es auch auf der Internetseite des Vereins.

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