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„Holzkirchner Zehner“: Marktgemeinde spendet für Flutopfer in NRW

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Von: Katrin Hager

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Das Hochwasser der Erft verwüstete den historischen Kern der Stadt Bad Münstereifel
Das Hochwasser der Erft verwüstete den historischen Kern der Stadt Bad Münstereifel. Die Marktgemeinde Holzkirchen will dort für Flutopfer spenden. © Roberto Pfeil / dpa

Für den Ort hat sich der „Holzkirchner Zehner“ rundum gelohnt. Von den Wertgutscheinen, die für soziale Zwecke gespendet wurden, will die Marktgemeinde nun Flutopfer in NRW unterstützen.

Holzkirchen – Die Marktgemeinde gab sich nicht knausrig, als die Pandemie kam: Um die Lust auf Gastronomie vor Ort anzukurbeln, hat die Standortförderung im Holzkirchner Rathaus vor einem Jahr nach dem ersten Lockdown den „Holzkirchner Zehner“ ausgegeben: Jeder Bürger bekam den Wertgutschein zugesandt, einlösbar bis März 2021 bei 28 Restaurants, Cafés, Imbissen und Caterern in der Marktgemeinde. Nun war es Zeit für einen Kassensturz.

„Die Aktion kam sehr gut an“, fasste Elisabeth Zehetmaier von der Standortförderung im Gemeinderat zusammen. Von den 16 790 verschickten Zehnern wurden 13 131 eingelöst – 78 Prozent. „Es kam dort an, wo es gebraucht wurde“, meinte Bürgermeister Christoph Schmid (CSU). Der Rathauschef wusste von rührenden Gesten. Von Stammgästen, die nach dem Bezahlen den Zehner drauflegten. Oder Bürgern, die ihren Zehner den Nachbarn schenkten, weil sie ohnehin zum Essen gegangen wären. „Eine Aktion, die jedem gut getan hat in der Coronakrise“, sagte Zehetmaier.

Spende soll in Stadt Bad Münstereifel gehen

278 Gutscheine wurden nicht an die Gastronomen weitergegeben, sondern in eine Box am Rathaus eingeworfen, um den Betrag für einen guten Zweck zu spenden. Macht 2780 Euro, die die Gemeinde auf 4000 Euro aufrundete. Vier mögliche Begünstigte hatte das Rathaus ausgemacht. Den Zuschlag bekamen unter dem Eindruck der Bilder von den verheerenden Schäden durch die tödliche Flut im Westen Deutschlands aber andere: Der Gemeinderat beschloss auf Vorschlag Hubert Müllers (FWG) hin einstimmig, die 4000 Euro für Flutopfer zu spenden. Und zwar an die Stadt Bad Münstereifel im Kreis Euskirchen etwa 40 Kilometer südlich von Köln, weil Zehetmaier dorthin direkten Kontakt hat, nachdem sie dort eine Studienarbeit geschrieben hatte. In der Region sind die Aufräumarbeiten noch in vollem Gange, nicht überall gibt es wieder Strom und sauberes Wasser.

Für Vereine vor Ort bat Martin Taubenberger (FWG) um Großzügigkeit: Diese Summen könne die Gemeinde auch mit Wohlwollen noch lockermachen.

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ag

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