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Holzmarkt: Nach Rekordumsätzen massiver Einbruch

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Ein abendfüllendes Programm bot die WBV-Hauptversammlung, bei der (v.l.) der Vorsitzende Alexander Mayr seinen Tätigkeitsbericht vortrug und sein Vorgänger Michael Lechner von AELF-Revierförster Robert Wiechmann verabschiedet wurde. Zudem hatte Geschäftsleiter Alexander Necker Wirtschaftszahlen parat, und Korbinian Wolf stellte sich als neuer Bereichsleiter Forsten beim Landwirtschaftsamt vor.
Ein abendfüllendes Programm bot die WBV-Hauptversammlung, bei der (v.l.) der Vorsitzende Alexander Mayr seinen Tätigkeitsbericht vortrug und sein Vorgänger Michael Lechner von AELF-Revierförster Robert Wiechmann verabschiedet wurde. Zudem hatte Geschäftsleiter Alexander Necker Wirtschaftszahlen parat, und Korbinian Wolf stellte sich als neuer Bereichsleiter Forsten beim Landwirtschaftsamt vor. © Helmut Hacker

Die Waldbesitzervereinigung Holzkirchen steht angesichts schwankender Holzpreise weiter vor großen Herausforderungen. Mit der Jägerschaft sucht sie den Dialog.

Landkreis – Ein umfangreiches Programm stand kürzlich auf der Agenda der Hauptversammlung der Waldbesitzervereinigung (WBV) Holzkirchen. Im Irschenberger Trachtenheim berichtete der Vorsitzende Alexander Mayr von schwankenden Holzpreisen sowie Risiken und Chancen. Ebenso kam das Dauerthema angepasster Wildbestände zur Sprache. Dazu meldete sich auch Korbinian Wolf als neuer Bereichsleiter Forsten beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Holzkirchen zu Wort. WBV-Geschäftsleiter Alexander Necker berichtete über Wirtschaftszahlen und die MW-Biomasse AG.

Rekordumsätze im Jahr 2021

„Leere Lager, außerordentlich guter Baukonjunktur und hohe Exportquoten wegen Handelsstreitigkeiten zwischen Kanada und den USA bescherten uns im Winter 2021 Rekordumsätze“, sagte Mayr, der im vergangenen Jahr den WBV-Vorsitz von Michael Lechner übernommen hat. Zwar ließen Unsicherheiten bezüglich des Forstschäden-Ausgleichsgesetzes und erlaubter Einschlagmengen die Preise bis zum Sommer noch mal bis auf rund 110 Euro pro Festmeter beim Kurzholz anziehen, der letzte Winter war dann allerdings von einer Sättigung des Rundholzmarktes, einem Nachfrageeinbruch beim Bauholz, Exporteinbrüchen und einem deutlichen Preisverfall gekennzeichnet.

Inzwischen hat sich der Preis wieder stabilisiert. Weil der Borkenkäferbefall erst in den nächsten Wochen absehbar ist und wegen des Ukrainekriegs und des Containerstaus in Shanghai sogar so banale Werkstoffe wie Isoliermaterial oder Nägel für die Bauwirtschaft fehlen, empfahl Mayr, auf Sicht zu fahren und Risiken zu minimieren: „Ich rate von Spekulationen ab.“ Einen weiteren Schwerpunkt widmete der WBV-Chef zukunftsfähigen Wäldern. Dabei vermisst er den Dialog und stellte verärgert fest: „Klimawandelstrategisch geistern viele Maßnahmen herum. Dabei werden oft Beschlüsse über die Köpfe der Waldbesitzer als eigentliche Experten hinweg gefasst. Stattdessen wird auf selbsternannte Waldretter gehört.“ Außerdem seien zukunftsfähige Wälder ohne angepasste Wildbestände unmöglich.

Vielversprechender Neuanfang beim Dialog mit den Jägern

In dieselbe Kerbe schlug Korbinian Wolf, der kürzlich Christian Webert als Bereichsleiter Forsten im AELF nachfolgte: „Eine angepasste Jagd ist für den nötigen Waldumbau Grundvoraussetzung.“ Eine Annäherung gab es mit Wolfgang Mayr, dem neuen Vorsitzenden der Kreisgruppe Miesbach des Bayerischen Jagdverbands (BJV). Nach einem ersten Gespräch mit seinem Namensvetter meinte Forstmann Mayr: „Ich bin optimistisch, dass ein vielversprechender Neuanfang gemacht ist.“ Das bestätigte der Jäger Mayr: „Ich stehe immer für einen Dialog auf fachlicher und sachlicher Ebene bereit.“ Als Beweis dafür zog Miesbachs oberster Jäger seinen ausgefüllten WBV-Mitgliedsantrag aus der Joppentasche. Einmütigkeit herrschte zwischen WBV und BJV jetzt schon, dass der enorm gestiegene Freizeitdruck den Wäldern ziemlich zusetzt.

2300 Mitglieder bewirtschafteten 33.500 Hektar Wald

Zum vergangenen Jahr vermeldete WBV-Geschäftsführer Alexander Necker insgesamt positive Zahlen. Demnach bewirtschaften rund 2300 Mitglieder fast 33.500 Hektar Wald. Die vermarktete Gesamtmenge betrug 77.739 Festmeter, knapp 61.600 Festmeter waren Nadelstammholz. Gepflanzt wurden 26.800 Schösslinge, dreiviertel davon Laubholz.

Als Erfolgsmodell hat sich die 2006 gegründete MW Biomasse AG herausgestellt. In 26 Heizwerken wurden knapp 60.000 Schüttraummeter Hackschnitzel verwertet. Zusammen mit 4180 Tonnen vermarkteter Pellets ergab sich nach Neckers Berechnung eine Einsparung von 6,34 Millionen Litern Heizöl, respektive an die 16.900 Tonnen CO2.

Helmut Hacker

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