Heller und übersichtlicher wird die Teufelsgraben-Passage zwischen Holzkirchen und Otterfing. Die Straßenmeisterei Hausham lässt derzeit auf Holzkirchner Seite einen ganzen Geländestreifen von Bewuchs befreien.
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Heller und übersichtlicher wird die Teufelsgraben-Passage zwischen Holzkirchen und Otterfing. Die Straßenmeisterei Hausham lässt derzeit auf Holzkirchner Seite einen ganzen Geländestreifen von Bewuchs befreien.

Straßenmeisterei rodet Gehölzstreifen zwischen Holzkirchen und Otterfing

Es werde Licht im Teufelsgraben: Wald muss zurückweichen

  • Andreas Höger
    vonAndreas Höger
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Autofahrer müssen aktuell im Teufelsgraben mit Behinderungen rechnen: Die Straßenmeisterei schneidet den Fahrbahnrand frei - eine Maßnahme, die überfällig war.

Holzkirchen/Otterfing – Es werde Licht im Teufelsgraben: Die Straßenmeisterei Hausham lässt derzeit das Gehölz nördlich der Staatsstraße 2573 zurückschneiden. „Das war schon lange überfällig“, sagt Horst Müller, Leiter der Straßenmeisterei. Autofahrer müssen zwischen Holzkirchen und Otterfing noch einige Tage mit Behinderungen rechnen. Damit die Arbeiten niemanden gefährden, ist eine Straßenseite gesperrt. Eine Ampel regelt den Verkehr. Müller hofft, dass „dass wir dort in dieser Woche fertig werden“.

Auf rund 250 Metern, zwischen der Einfahrt in die Kleinsiedlung „Teufelsgraben“ und der Talsenke, rodet ein Spezialunternehmen den kompletten Geländestreifen zwischen Staatsstraße und und der markanten Kante des Teufelsgrabens. Solche Baumfällarbeiten dürfen seit Inkrafttreten des neuen Bundesnaturschutzgesetzes vor zehn Jahren nur noch zwischen Anfang Oktober und Ende Februar stattfinden.

Bewuchs im Teufelsgraben rückte zu nah an die Straße heran

Bäume und Sträucher seien in den vergangenen Jahren zu hoch und dicht geworden, sagt Müller. Der Bewuchs rückte so nah an den Straßenraum heran, dass die Gefahr von Totholz-Abbrüchen auf die Fahrbahn stieg. Es galt, das Lichtraumprofil auch für die hohen Aufbauten von Lastwagen freizuschneiden. Zudem litt der Bestand unter dem Eschentrieb-Sterben. Einige Bäume waren laut Müller so geschädigt, dass sie vor allem unter Schneedruck drohten, auf die Staatsstraße zu stürzen. „Es wurde Zeit, da mal einzugreifen.“

An der großen Rodungsstelle Richtung Talsenke sind noch Restarbeiten zu erledigen. In den nächsten Tagen nehmen sich die Arbeiter dann das Gehölz vor, das einige hundert Meter weiter in Richtung Ortseingang Holzkirchen neben der Straße wächst. Zwischenzeitlich war die Straßenmeisterei auch auf einem Abschnitt nördlich von Otterfing beschäftigt, wo die Staatsstraße in Richtung Landkreisgrenze führt. Dort hatte die Waldbesitzervereinigung Wolfratshausen angezeigt, dass straßennahe Bäume aus Privatbeständen entnommen werden sollten. „Wir arbeiten da Hand in Hand“, sagt Müller.

Schnittgut wird von Straßenmeisterei Hausham als Hackschnitzel vermarktet

Das Schnittgut wandert noch vor Ort in einen Häcksler. Als Zwischenlager dient die alte Salzhalle der Straßenmeisterei an der Holzkirchner „Spinne“ unweit der Einmündung der B 13 in die B 318. Müller schätzt, dass rund 200 Kubikmeter zusammenkommen. Die „Ernte“ wird als Hackschnitzel verkauft.

Die Rodungsarbeiten im Teufelsgraben stehen laut Müller nicht in Zusammenhang mit dem schweren Unfall an gleicher Stelle, als am 22. Oktober eine 56-jährige Autofahrerin bei einem Frontalzusammenstoß mit einem Lkw ums Leben kam: „Die Arbeiten waren lange vorher geplant.“

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