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Alles aus Stein ist laut Ordinariat beim St. Josef-Neubau schon fertig.

Montage von Kapelle und Kirche start bald

St. Josef: Verschnaufpause auf der Baustelle

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Holzkirchen - Der Neubau der St. Josef-Kirche in Holzkirchen nimmt Gestalt an. Die Fundamente für Kapelle und Kirche sind gelegt. Die Pläne für das neue Pfarrzentrum stecken dagegen immer noch in der Klärungsphase. 

Auf der Baustelle für St. Josef in Holzkirchen gibt es schon was zu sehen: „Alles aus Stein ist jetzt fertig“, sagt Bettina Göbner, Pressesprecherin des Erzbischöflichen Ordinariats München. Will heißen: Die Fundamente für Kapelle und Kirche sind gelegt. Die Kirchenbank, die rund um den Altar läuft und später Platz für 400 Gläubige bietet, ist betoniert. Bei dem Zwischenbau, der die Sakristei beherbergen wird, sind ferner Wände und Decken eingezogen. 

Trotzdem fällt auch etwas anderes auf dem Kirchengelände auf: Zwischenzeitlich herrschte so gut wie Stillstand auf der Baustelle. „Es gab eine etwas längere Pause“, bestätigt Göbner. Und auch momentan sei nicht richtig viel in Bewegung. „Zum einen, weil der Rohbau schneller als gedacht fertig wurde.“ Und zwar schon Ende April. 

Zum anderen habe die Firma Holzbau Amann aus dem badischen Weilheim-Bannholz, die den Holzbau für Kirche und Kapelle errichtet, beschlossen, ein bisschen mehr in der Werkstatt vorzubauen, weil die Arbeit dann präziser ablaufen könnte. Und auch, damit die Stücke nicht so stark der Witterung ausgesetzt sind. Wie berichtet, war ursprünglich geplant, die Einzelteile aus Holz und Stahl weitestgehend vor Ort zusammenzubauen. 

Die Teile für die Kapelle werden laut Göbner voraussichtlich am Montag, 13. Juni, geliefert. Kurz darauf sollen dann die Montagearbeiten beginnen. Bereits im September werde der Zusammenbau der Kapelle fertig sein. Heuer im Juli schließen sich die Montagearbeiten für den Kirchenbau an, die dann im November enden. „Im Herbst soll planmäßig der Innenausbau beginnen“, erklärt Göbner. Ende 2017 soll das Gotteshaus fertig sein. Es kostet bekanntlich rund 10,63 Millionen Euro. Den Großteil bezahlt das Ordinariat. 

Dann können die Holzkirchner Gläubigen endlich wieder in St. Josef Gottesdienste feiern. Wie berichtet, wurde der damals erst gut 50 Jahre alte Vorgängerbau 2011 wegen statischer Mängel gesperrt und schließlich abgerissen. Nur der alte Glockenturm blieb stehen. 

Der nun entstehende Neubau basiert auf einem Entwurf des Münchner Architekten Eberhard Wimmer. Demnach bekommt die Kirche, ein Gebäude aus Fichtenholz, die Form eines 22 Meter hohen Kegelstumpfs. Sie wird mit einer analog geformten, kleineren Werktagskapelle durch eine Sakristei verbunden. Einmalig an dem Bauwerk ist die wabenartige Struktur, die im Inneren der neuen Kirche sichtbar sein wird. Den Neubau von Pfarrhaus, Pfarramt und Josefssaal hingegen verschob das Erzbistum damals. Man hatte 2013 das Projekt zweigeteilt, nachdem die Kosten aus dem Ruder zu laufen schienen. Durch die Fusion der Pfarrverbände Holzkirchen, Warngau, Wall ergibt sich zudem eine neue pastorale Situation. 

Was das neue Pfarrzentrum angeht, sei man immer noch in der Klärungsphase, sagt Göbner. „Jetzt haben wir zumindest den Raumbedarf geklärt.“ Alles andere sei derzeit offen.

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