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Anwohner mit Sorgen: Robert Schneider hätte sich gewünscht, in die Planungen einbezogen zu werden. Im Hintergrund: das Areal am Ladehof, das bebaut werden soll.

Lärmschutz-Watschn

Jugendfreizeitanlage: Anwohner bemängeln Kommunikation

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Die Holzkirchner Jugendlichen freuen sich schon auf die neue Freizeitanlage Am Ladehof. Ganz im Gegensatz die Anlieger, die eine bittere Pille schlucken müssen.

Holzkirchen - Für Robert Schneider war die Hauptausschusssitzung zu dem Zeitpunkt gelaufen, als Architektin Johanna Vogl erklärte, dass der angedachte Lärmschutzwall aus den Planungen gestrichen wurde. Schneider, einer von drei Anwohnern, die in die Sitzung gekommen waren, traf die Nachricht völlig unvermittelt. Eigentlich wollte er sich nur über die Entwürfe informieren. Dann die Lärmschutz-Watschn.

Der Holzkirchner stört sich daran, „dass der Lärmschutzwall ganz nonchalant weggefallen ist“. Ohne Diskussion. Und genau hier sieht Schneider ein viel essenzielleres Problem: Die Bedenken der Anwohner seien von Beginn außer Acht gelassen worden. „Man hätte die Anwohner ins Boot holen müssen“, sagt Schneider. Das sei nie geschehen. Nun stehe man vor vollendeten Tatsachen.

Wobei Schneider auch betont, dass er „überhaupt nichts gegen die Anlage“ hat. Das haben er und elf andere Anwohner auch in einem Schreiben an die Gemeinde deutlich gemacht, das Ende 2013 ans Rathaus ging. Darin baten sie die Gemeinde, „bei der Planung und dem Bau auf ausreichenden Lärmschutz zu achten“.

Im Rathaus kann man den Unmut verstehen. „Im Nachhinein wäre es kein Fehler gewesen, die Anwohner mit einzubeziehen“, sagt Bürgermeister von Löwis auf Anfrage. „Das hätte zu einer einvernehmlichen Lösung beigetragen.“ Grundsätzlich habe man aber versucht, auch an die Sorgen der Anlieger zu denken. Nachträglich wieder aufnehmen wird die Gemeinde den Lärmschutzwall aber nicht. So spare man Geld und habe mehr Platz, sagt Löwis.

Damit es auf der neuen Freizeitanlage nicht drunter und drüber geht, hatte Löwis bereits in der Sitzung angeregt, die Jugendlichen, so es denn geht, in den Bau mit einzubeziehen. „Dadurch entsteht das Gefühl von Eigentum und mit eigenem Eigentum geht man verantwortungsbewusst um.“ Zudem gelten auf dem Areal strikte Regeln. Alkohol ist verboten, um 22 Uhr wird zugesperrt. Damit sichergestellt ist, dass sich daran auch gehalten wird, will Löwis nach Aufsichtspersonal suchen, das das Ganze im Blick behält.

fp

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