Trinkwasser im Kreis Freising muss dringend abgekocht werden

Trinkwasser im Kreis Freising muss dringend abgekocht werden
+
Beliebter Treffpunkt: Der Skatepark am Ladehof in Holzkirchen ist meist gut besucht. Im Umgriff des Geländes soll die Jugendfreizeitmeile entstehen, eventuell mit einem Streetballplatz und vielem mehr

Ein kleiner Schritt nach vorne

Jugendfreizeitmeile: Arbeitskreis legt Plan vor

  • schließen

Lange schon geistert die Jugendfreizeitmeile durch Holzkirchen. Jetzt hat ein Arbeitskreis einen konkreten Entwurf erstellt, den der Gemeinderat jedoch noch genehmigen muss.

Holzkirchen– Max Röger (16), einer der drei Jugendbeauftragten, hat eine klare Meinung zu dem Thema: „Aus unserer Sicht ist es dringend“, sagt er. Schon allein deshalb, damit das Projekt nicht wieder im Sande verläuft. „Der Bedarf ist da.“ Es gebe eigentlich keine richtigen Treffpunkte für Jugendliche in Holzkirchen – das JUZ ausgenommen. „Aber da gehen nicht alle Jugendlichen hin“, weiß Röger. Obwohl es eine gute Einrichtung sei. Eine Freizeitmeile, so stellt er sich das vor, wäre ein Ort, wo es keine Termine braucht. „Da geht man einfach hin und verausgabt sich.“

Wie berichtet, geistert die Idee, am Ladehof eine Jugendfreizeitmeile neben dem beliebten Skatepark zu errichten, schon lange herum. Ideen gab es viele. Immer wieder wurde das Projekt aufgeschoben. Zwischenzeitlich war sogar strittig, ob angesichts der geplanten Bahnhofsumgestaltung und des Mobilitätskonzepts die Meile überhaupt am Ladehof hinkommen soll. Doch längst sind diese Bedenken ausgeräumt. Um man ist wieder einen kleinen Schritt weiter.

„Für den Platz gibt es einen konkreten Plan“, sagt Röger. Diesen habe der Arbeitskreis (AK) Jugendfreizeitmeile nach einem Treffen erstellt, das kürzlich im Container für die mobile Jugendarbeit am Ladehof stattfand, auch Gemeinderäte waren dabei. „Es war ein gemütlicher Abend, sehr produktiv.“ Dem AK gehören rund 20 Leute an, neben den Jugendbeauftragten auch Vereins-Vertreter etwa von TuS und RSLC. Dieser Entwurf sieht eine schlanke Planung vor: Gewünscht ist in der Mitte ein Streetball-Platz, eine Ecke mit einem Feuerplatz und Bänken drumherum und eventuell ein Trimm-dich-Pfad. Diese Dinge haben aus Sicht des AKs Priorität. Hinten an stehen Wünsche wie ein WLAN.

Röger gab diesen Entwurf bereits im Rathaus ab. Die erste Reaktion sei „sehr positiv“ gewesen. Laut einem Mitarbeiter des Bauamts decken sich die Pläne gut mit den bisherigen Vorstellungen der Gemeinde. Konkretes werde erst im Gemeinderat entschieden. Wann, ist offen.

Zweite Bürgermeisterin Elisabeth Dasch (SPD), die derzeit Olaf von Löwis in dessen Urlaub vertritt, sagt: „Man ist noch in der Findungsphase.“ Was genau auf dem Gelände Platz findet, da will die Gemeinde den Nutzern im Rahmen des Finanzrahmens Freiräume einräumen: „Wir überlassen das der Jugend.“ Herrscht Klarheit, gebe es einen städtebaulichen Wettbewerb. Der Gemeinderat stellte heuer im Haushalt wieder Geld für die Jugendfreizeitanlage ein: Insgesamt stehen jetzt rund 400 000 Euro zur Verfügung, wie Kämmerer Dominik Wendlinger bestätigt.

Christian Probst, der sich um die mobile Jugendarbeit kümmert, sehnt ebenfalls eine Freizeitmeile herbei: „Ich bin der Meinung, dass Holzkirchen dringend nachlegen muss, was die Infrastruktur für Jugendlichen angeht.“ Zumal der Ort wachse. Für die kleinen Kinder sei das Angebot gut. Für die Zielgruppe zwischen elf und 18 Jahren sei wenig geboten.

Wichtig sei daher ein Platz der Begegnung. Zwar gebe es das JUZ, aber im Sommer hielten sich die Leute lieber draußen auf. Als Streetworker wäre es für ihn leichter, wenn er Jugendliche, die irgendwo abhängen, auf die Meile verweisen könnte. Beliebte Treffpunkte seien der Tengelmann-Parkplatz, Tiefgaragen am HEP oder an der Realschule, auch der Bahnhof ist ein Anziehungspunkt. „Das Problem hier ist, dass es sich hier vermengt.“ 13-Jährige hängen mit 20-Jährigen ab und tun Dinge, die nicht ihrem Alter entsprechen.

Probst persönlich würde sich einen Fitnessparcours für das Gelände wünschen, denn: „Wir hoffen, dass mit der Freizeitmeile Kontakt zu anderen Vereinen entsteht.“ Das könnte über den Sport funktionieren. Das Gelände solle nicht nur ein Angebot für Jugendliche aus der Streetwork werden, sondern für alle. Wichtig wäre ihm ferner eine Lärmschutzwand. Es gehe um die Sicherheit. „Ich habe da schon viele Leute von den Gleisen geplärrt.“ Auch Erwachsene.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Defekter Kachelofen: Feuerwehreinsatz in Reihenhaus
Starke Rauchentwicklung in einem Reihenhaus an der Buchenstraße hat am Freitagabend die Feuerwehr Holzkirchen auf den Plan gerufen. Die Bewohner waren nicht zuhause.
Defekter Kachelofen: Feuerwehreinsatz in Reihenhaus
Böse Falle: Männer zaubern Geld aus Papier - und zocken Frau dabei richtig ab
Die Kripo Miesbach hat zwei Männer mit Rollkoffer geschnappt, die unterwegs zu einer Frau waren, um mit Chemikalien Geld aus Papier zu machen. Doch dahinter steckt etwas …
Böse Falle: Männer zaubern Geld aus Papier - und zocken Frau dabei richtig ab
Dauerbaustelle Tieferlegung B318: So hart trifft sie die Geschäftsleute
Die Warngauer Dauerbaustelle bringt die Geschäftsleute im Ort an den Rand des Abgrunds. Drei Stimmen aus der Warngauer Geschäftswelt, die erschrecken.
Dauerbaustelle Tieferlegung B318: So hart trifft sie die Geschäftsleute
Breitband-Masterplan wird vorbereitet
Noch ist Geduld gefragt: Spätestens Mitte Dezember sollen 700 Haushalte in Otterfing Internet-Anschlüsse mit bis zu 50 Mbit/s buchen können. Und schon bereitet die …
Breitband-Masterplan wird vorbereitet

Kommentare