Räumung am Hauptbahnhof - das war der Grund

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Die Preisträger der Georg-Dätzel-Medaille 2016: Stephan Philipp (2.v.l.), Sandra Rosenzweig (3.v.r., Internationale Jugendgemeinschaftsdienste Bonn) und Sebastian Klinger (2.v.r., AELF Traunstein) nahmen die Auszeichnung entgegen. Ihnen gratulierten (v.l.) Geschäftsführer Heinrich Förster und Leiter Michael Weber vom Zentrum Wald-Forst-Holz und dessen Fördervereins-Vorsitzender Reinhard Mosandl.

Preisgekrönt:

Jugendliche aus aller Welt pflanzen mehrere 1000 Bäume

Sie kamen aus aller Herren Länder und buddelten für den guten Zweck in den Landkreisen Miesbach und Tölz: Jetzt wurde das Holzkirchner Projekt ausgezeichnet. Zu recht.

Holzkirchen – Das Projekt „Viele Völker für einen vielfältigen Bergwald“ hat die Georg-Dätzel-Medaille 2016 erhalten. Maßgeblich beteiligt daran war die Bergwaldoffensive (BWO) des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Holzkirchen. Für Stephan Philipp, der die Offensive als Projektleiter acht Jahre lang am AELF begleitete, war die Verleihung „ein schöner Abschluss eines großartigen Projekts“.

Laut Pressemitteilung des AELF organisierte Philipp zusammen mit den Internationalen Jugendgemeinschaftsdiensten in den Jahren 2014 und 2016 zwei internationale Jugendworkcamps. Während dieser mehrwöchigen Aktionen pflanzten Jugendliche aus aller Welt mehrere tausend junge Bäume in den Landkreisen Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen. Sie lernten dabei viel über die Zusammenhänge im Bergwald, dessen Schutz und seine nachhaltige Nutzung.

„Dieses Projekt der Bergwaldoffensive überzeugte aufgrund seiner internationalen Ausrichtung“, begründete Reinhard Mosandl, Vorsitzender des preisverleihenden Fördervereins Zentrum Wald Forst Holz Weihenstephan, die Auswahl in der Laudatio. Seit mehreren Jahren arbeiten Jugendliche aus mittlerweile 16 Ländern zusammen, gewannen Einblick in Schutzfunktionen und Probleme des Bergwalds. Aber auch der Austausch der Jugendlichen kam nicht zu kurz.

Seit 2009 wird in den Landkreisen Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen die Bergwaldoffensive (BWO) in zahlreichen Projektgebieten durchgeführt. Ziel aller Maßnahmen der BWO ist es, die sensiblen Schutzwälder auf die Anforderungen des Klimawandels vorzubereiten, sie strukturreicher und stabiler für die Zukunft zu machen. Die BWO konzentriert sich dabei auf Privat- und Kommunalwälder. Zudem wird immer versucht, neben den Eigentümern auch andere am Bergwald interessierte Gruppen in den Projektgebieten mit einzubinden. Bereichsleiter Forsten, Christian Webert, dankte Stephan Phillip für seinen Einsatz. Er teilte gleichzeitig mit, dass in Kürze eine neue Projektkraft für die Bergwaldoffensive eingestellt werden könne. Auch heuer ist dann wieder ein Workcamp geplant.

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