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Die Gefährdeten: Gabriele Bichlmeier zeigt Obst und Gemüse, das die Kälte nicht verträgt. 

Gabriele Bichlmeier verrät Maßnahmen

Kampf der Kälte: Wie Marktleute ihre Ware schützen

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Die Temperaturen sind etwas nach oben geklettert - für viele Obst- und Gemüsesorten ist das aber noch immer zu kalt. Gabriele Bichlmeier verrät, wie sie sich und ihre Waren schützt. 

Holzkirchen – In eine dicke Winterjacke gehüllt steht Gabriele Bichlmeier an ihrem Stand am Holzkirchner Marktplatz. Auf dem Kopf trägt die 50-Jährige eine Strickmütze, ihr Gesicht glänzt von der Kältecreme. Der Obst- und Gemüsestand ist in eine durchsichtige Plastikplane gehüllt. Wenn es draußen kalt ist, ist nämlich vor allem eines wichtig: „Die Ware schützen“, sagt Bichlmeier.

Am eigenen Körper hat die Holzkirchnerin vorgesorgt. Sie trägt lange Unterwäsche und selbst gestrickte Wollsocken. „Die ziehe ich über die normalen Socken“, erzählt die Standbetreiberin. „Meine Arbeitsschuhe sind extra eine Nummer größer.“

Für sie selbst ist die Kälte also kein allzu großes Problem – für das Obst und Gemüse allerdings schon: Salat etwa gefriert durch seine feine Struktur, sobald die Temperaturen unter null Grad fallen. „Wenn er dann wieder auftaut, wird er lasch und schmeckt nicht mehr.“ Auch mediterranes Gemüse erleidet einen Kälteschock: Auberginen, Tomaten, Zucchini und Paprika werden nach dem Auftauen weich und glasig, die Kartoffel nimmt beim Kochen den Geschmack einer Süßkartoffel an. Und auch die Banane mag es eher warm: Sie wird bei Kälte braun.

So weit lässt es Bichlmeier aber gar nicht erst kommen: Verschlag zu, Gasofen an. Der ist zwar ein zusätzlicher Kostenfaktor. „Wie viel das ausmacht, habe ich aber noch nie ausgerechnet“, sagt Bichlmeier und lacht. „Mir ist nur wichtig, dass die Ware nicht kaputt geht.“ Dieses Risiko steigt weiter an, je kälter es wird. Aber auch dafür hat die Standbetreiberin eine Lösung parat: „Ab Minus sechs Grad decken wir die Ware zusätzlich noch mit Decken zu.“

Ihr Obst und Gemüse kann Bichlmeier noch so gut schützen. Wenn der Kunde auf dem Heimweg nicht aufpasst, bringt das natürlich nur wenig. Ihre Lösung: entweder Kühltaschen oder isolierte Körbe.

hb

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