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Das Bahnhofsquartier in Holzkirchen soll grundlegend umgestaltet werden. 

Ideenwettbewerb soll 2018 starten

Kein neuer Druck am Bahnhofsareal

  • Marlene Kadach
    vonMarlene Kadach
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Ideen gibt es viele, doch noch ist nichts festgezurrt. Gibt es einen neuen Zeitdruck am Bahnhofsareal? 

Holzkirchen – Parkhaus, Kino, Hotel, Café, Büros und eine zweite Unterführung: Ideen für das Bahnhofsareal in Holzkirchen gibt es viele, noch ist aber nichts in trockenen Tüchern. Bekanntlich wollen Bahn und Gemeinde das Quartier grundlegend umgestalten (wir berichteten). Anfang 2017 unterschrieben beide Seiten eine Absichtserklärung, in der sie ausmachten, ihre Flächen zusammenzulegen und aus einem Guss überplanen zu lassen. Zudem sollte ein Büro gefunden werden, das 2018 einen Ideenwettbewerb organisiert.

Im Verkehrsauschuss erkundigte sich Gemeinderat Albert Kraml (CSU) jetzt nach dem Stand der Dinge. Offenbar hatte er da etwas läuten gehört: „Stimmt es, dass da Zeit drauf ist?“, fragte er. „Die Bauverwaltung ist dabei, den städtebaulichen Wettbewerb vorzubereiten“, erklärte Bürgermeister Olaf von Löwis (CSU) in der Sitzung. „Bald müssen wir mit der Bahn reden.“

Günther Pichler, Leiter Regionalbereich Süd der DB Station&Service AG, verweist auf Anfrage unserer Zeitung auf die Marktgemeinde, die die Federführung innehabe. Über die Gemeinde lässt er schließlich Folgendes mitteilen, wie eine Mitarbeiterin aus dem Bauamt gegenüber unserer Zeitung zusammenfasst: Pichler habe versichert, „dass von Seiten der Bahn kein neuer Druck aufgebaut wurde oder wird.“ Bekanntlich gehe es nach wie vor darum, im Jahr 2018 Ergebnisse zu erzielen, damit die Deutsche Bahn dann für den Haushalt im Jahr 2020/21 eventuell schon etwas für die Umgestaltung des Bahnhofareals einstellen kann. Vorausgesetzt die Ergebnisse des Wettbewerbs geben bis dahin genug her. Neue Forderungen, Pläne oder Ähnliches gebe es derzeit nicht, meint die Mitarbeiterin.

„Der Fahrplan in Sachen Wettbewerb bleibt wie gehabt“, sagt sie weiter. Er soll nach wie vor 2018 durchgeführt werden. Alle Beteiligten – Privateigentümer, Bahn, Gemeinde – sollen mit ins Boot geholt werden, um gemeinsam an einer Lösung zu arbeiten. Die Bürger werden wie geplant im Laufe des Wettbewerbsverfahrens beteiligt. „Derzeit werden die Unterlagen für die Einholung der Angebote bei den entsprechenden Architekturbüros erarbeitet, die dann die Betreuung des Wettbewerbsverfahrens übernehmen sollen.“

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