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Erzieher und Kinder haben sich im Neubau schon gut eingelebt. 

„Jetzt schlägt der Puls in Holzkirchen“

Kinderland verlegt Verwaltung

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Holzkirchen - Immer wieder hatte sich der Umzug verzögert: Inzwischen hat sich das Kinderland Holzkirchen im Neubau gut eingelebt. Und verlegt sogar seinen Verwaltungssitz in die Marktgemeinde.

Petra Götzenberger kann durchatmen. Jetzt fehlen nur noch die Hasengruppe und der Garten mit Spielgeräten, Bobbycar-Rennstrecke und Pavillons. Die Räume seien bis auf ein paar Kleinigkeiten fertig. Das Gröbste ist geschafft. „Es war zwischendrin eine Hängepartie“, sagt sie. Immer wieder wurde der Umzug verschoben. Erzieher und Kinder saßen auf heißen Kohlen.

Doch jetzt ist alles gut, vor knapp einem Monat zog das Kinderland Holzkirchen endlich von seinem Übergangsquartier im Schul-Pavillon an der Baumgartenstraße, wo es seit September 2014 ausharrte, in den Neubau an der Erich-Kästner-Straße um. Personal und Kinder haben sich inzwischen gut eingelebt. Das erste Fazit: „Die Kinder sind begeistert“, meint Götzenberger.

Die Kostenobergrenze für die Kita – die im Gemeinderat wegen der hohen Ausgaben in der Kritik stand – lag bei 5,7 Millionen Euro. Die tatsächlichen Kosten bewegen sich laut Robert Haunschild, Geschäftsleiter im Rathaus, in dieser Größenordnung. „Aber die allerletzte Abrechnung ist noch nicht gemacht.“ An staatlichen Zuwendungen fließen 1,4 Millionen Euro. Die Kommune baute die Immobilie und vermietet sie an den Träger, das Kinderland.

Der Neubau besteht aus Holz und erstreckt sich mit zwei Strängen zwischen Gymnasium und Asyl-Container. Ein Trakt dient den flexiblen Gruppenclustern, der andere für Verwaltung, Personal und Multifunktionsräume. Ein Hingucker ist das Dach, das eine Alpensilhouette mimt.

Die Vorgeschichte: Beim Spatenstich im Mai 2015 ging man davon aus, dass der Neubau bis April 2016 fertig wird (wir berichteten). Als es dann soweit war, gab die Gemeinde bekannt, dass sich der Einzug auf Mai verschiebt. Hintergrund war ein Wasserschaden, den eine undichte Grundleitung verursacht hatte. Um auf Nummer sicher zu gehen, ließ man ein Gutachten zu Schimmelbildung erstellen. Es sollte gewährleistet sein, dass keine Sporen zurückbleiben. Dann dauerte es nochmal: Von Anfang Juni wurde der Einzug auf Ende Juni vertagt. Dieses Mal war das Wetter schuld.

In den letzten Junitagen konnten die Kisten rübertransportiert werden. „Wir haben die Kinder davor pädagogisch auf den Umzug vorbereitet“, erklärt Götzenberger. Die Kleinen durften sich vorab die neuen Räume anschauen, man redete viel über die Veränderung, packte gemeinsam Spielsachen ein.

Insgesamt seien 135 Kinder mit umgezogen. Aktuell gebe es drei Kindergarten-, eine Krippen- sowie zwei Hortgruppen. Insgesamt bietet die Einrichtung 162 Plätze. Die restlichen 27 werden laut Götzenberger bald gefüllt: Zum September startet die Hasengruppe, eine weitere Kindergartengruppe. Dann ist das Kinderland fast voll. Buchungstechnisch seien diese Plätze vergeben. „Ab August starten wir die Eingewöhnung der Kinder.“

Dass Betreuungsplätze rar sind, ist nichts Neues. Wie Bürgermeister Olaf von Löwis (CSU) im Juni dem Gemeinderat mitteilte, reichen die Betreuungsplätze für das kommende Kindergartenjahr zwar aus (wir berichteten). Dennoch sei man auf Kante genäht. Laut Haunschild verschafft die neue Kita der Gemeinde trotzdem etwas Luft. „Damit können wir die anderen Kindergärten etwas entlasten.“ Einzelne freie Plätze seien wichtig, um unterm Jahr Kinder unterzubringen. Es sei ferner gar nicht einfach, qualifiziertes Personal zu bekommen. „Momentan geht es.“

In Holzkirchen sind Götzenberger zufolge 20 Mitarbeiter beschäftigt. Neu ist: Die gesamte Verwaltung der sechs Standorte, die früher in Weyarn und zwischendrin in Tölz untergebracht war, sei jetzt ebenfalls nach Holzkirchen umgezogen. Auch die Geschäftsführerin hat ihr Büro in der Marktgemeinde eingerichtet. „Jetzt schlägt der Puls in Holzkirchen“, sagt Götzenberger.

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