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Nur noch Brennholz: Weil sie fehlerhaft verlegt wurden, mussten die Holzschindeln von der Werktags-Kapelle neben St. Josef wieder abgeschlagen werden. Die Kapelle war bereits zur Hälfte eingedeckt gewesen. Der benachbarten Kirchenbau selbst ist von dem Malheur nicht betroffen.

Kirchenneubau St. Josef: Schindeln nur noch Brennholz

Peinliche Panne: Schindeln auf riesigem Kirchendach falsch verlegt

Holzkirchen – Dumm gelaufen: Die Schindeln auf dem Dach der Kapelle wurden nicht richtig verlegt. Jetzt mussten die Arbeiter alles wieder runterhauen. Übrig blieb nur noch Brennholz.

Viel Euphorie und Vorfreude war auf dem Richtfest vor einer Woche zu spüren. Jetzt müssen die Holzkirchner Pfarrgemeinde St. Josef und das Erzbischöfliche Ordinariat beim Neubau der Holzkirchner Pfarrkirche St. Josef einen kleinen Dämpfer wegstecken. Auf der Werktags-Kapelle, die als eigener Baukörper neben der großen Pfarrkirche steht, wurden die Holzschindeln falsch verlegt. Sie müssen alle wieder runter, neue Schindeln müssen aufgenagelt werden. Den finanziellen Schaden trägt die ausführende Firma. „Der Zeitplan gerät damit nicht entscheidend in Verzug“, sagt Bettina Göbner, Pressesprecherin des Ordinariats.

Das Malheur passierte beim Eindecken. Die Schindeln, die gut getrocknet geliefert worden waren, wurden in dichter Folge aufgenagelt, der Fachmann spricht von „pressverlegt“ – und genau das war der Fehler. Als die Hölzer Nässe zogen, dehnten sie sich aus und schoben sich übereinander. „Es fehlten die eigentlich vorgeschriebenen Dehnungsfugen“, erklärt Göbner.

Luftiger Arbeitsplatz: 150.000 Schindeln sind an beiden Baukörpern zu verbauen.

Der betroffenen Firma, einem Subunternehmer, blieb nichts anderes übrig, als die bereits zur Hälfte eingedeckten Lärchenschindeln wieder von der Kapelle abzuschlagen. Bitter für das Unternehmen: Die kleinen Platten sind nicht wiederzuverwenden, haben also nur noch Brennholzwert.

Die Schindelarbeiten an der großen Pfarrkirche sind laut Göbner nicht betroffen, dort war von Anfang an mit Fuge verlegt worden. So ärgerlich das Malheur sei, „so etwas kommt bei einem Bau halt mal vor“, sagt Göbner. Immerhin habe man den Fehler gleich bemerkt und beheben können. Insgesamt sind an der Pfarrkirche und der Kapelle 150 000 Schindeln zu verlegen. Sie bedecken eine Fläche von 2000 Quadratmetern.  

avh

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