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Aufmerksamkeit für den Klimawandel: Mariele Kohlhauf, ehrenamtliche Referentin bei der EWO, versucht bei Grundschülern, hier die 4a der Holzkirchner Quirin-Regler-Schule, Bewusstsein für den Klimaschutz zu wecken.

„Da gehe ich lieber zu Fuß.“

Klimawandel im Klassenzimmer: So lernen Kinder Energiesparen

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In der Quirin-Regler-Grundschule Holzkirchen steht ein neues Fach auf dem Stundenplan: Energiewende. Wir haben zugeschaut, wie die Kinder den Klimaschutz lernen.

Holzkirchen – Frieda schüttelt ganz ungläubig den Kopf. Soeben hat sie erfahren, wie viel CO2 bei einer ein Kilometer langen Autofahrt erzeugt wird. „Das ist vielleicht die Strecke, die euch eure Mama jeden Tag in die Schule fährt“, sagt Mariele Kohlhauf, die den Schülern der Klasse 4a an der Quirin-Regler-Grundschule in Holzkirchen an diesem Vormittag den Klimawandel und seine Folgen näher bringt. Aufgeregtes Getuschel im Sitzkreis vor der Tafel, und Frieda flüstert ihrer Klassenkameradin zu: „Da gehe ich lieber zu Fuß.“

Es ist genau diese Art von Bewusstsein, die die Energiewende Oberland (EWO) in Kooperation mit der Klimaschutzmanagerin des Landkreises, Veronika Halmbacher, durch das Projekt bei den Kindern wecken will. An vier Tagen war die ehrenamtliche Referentin Kohlhauf, selbst ausgebildete Grundschullehrerin, zuletzt in den dritten und vierten Klassen der Holzkirchner Schule. Auf dem Stundenplan steht dann aber nicht Mathe und Deutsch, sondern Energiewende.

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Wie berichtet will der Landkreis Miesbach bis 2035 unabhängig von fossilen Brennstoffen sein. Um den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen weiter zu forcieren, müsse man das Bewusstsein der Bevölkerung schärfen, sagt Halmbacher: „Und da ist es geboten, bei den kleineren Mitbürgern anzufangen.“ Über 100 Grundschüler, erzählt Garnet Wachsmann, Bildungskoordinatorin bei der EWO, hätte man mit den Unterrichtseinheiten schon erreicht. Spielerisch wird dabei versucht, die hochkomplexen Themen Klimaschutz, Energiewende und Nachhaltigkeit kindgerecht und verständlich zu veranschaulichen. „Es ist ja in aller Munde, aber immer sehr oberflächlich“, sagt Wachsmann. Der Unterricht baut dabei auf den Inhalten des Lehrplans der dritten Jahrgangsstufe auf.

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So basteln die Schüler etwa einen Schaltkreis aus einer Solarpaneele und einem Akku, den sie in einem kleinen Dorf verbauen. Die Lichter im Klassenzimmer gehen aus, die kleinen Papierhäuser haben Strom und Licht. „Die Kinder lernen so, dass regenerative Energien gespeichert werden können – und funktionieren“, erklärt Wachsmann das pädagogische Konzept.

In solchen kleinen Portionen nähert sich Kohlhauf mit den Kindern dem großen Komplex und zeigt ihnen: Klimaschutz ist mehr als Eisbären auf schmelzenden Eisschollen. Und die Schüler? Die denken mit. Immer wieder schnellen die Hände nach oben. Was sie selbst machen können, um Energie zu sparen? „Daheim das Licht aus, wenn ich aus dem Zimmer gehe“, antwortet Michi. Und beim Obstkaufen nicht immer zu den Plastiktüten greifen, merkt eine Mitschülerin an, gefolgt von zustimmendem Kopfnicken.

Dass die Arbeit in den Klassen fruchtet, zeige die Erfahrung: „Die Kinder sind viel offener und aufnahmefähiger“, sagt Wachsmann. „Sie nehmen viel mit.“ Und im besten Fall, sagt Halmbacher, hauen sie ihren Eltern daheim auch mal auf die Finger, wenn die das Licht nicht ausmachen. Ein erster Erfolg: Frieda geht zu Fuß in die Schule.

Anmeldung

Grundschulen, die Interesse an der Energiewende für 3. und 4. Klassen haben, können sich melden bei Klimaschutzmanagerin Veronika Halmbacher unter 0 80 25 / 7 04 33 15 oder bei EWO-Bildungskoordinatorin Garnet Wachsmann per Mail an wachsmann@energiewende-oberland.de.

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