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Radler müssen draußen bleiben, seit es das neue Konzept am Kogl gibt.

Nach neuem Konzept 

Kogl: Einweihungsfeier steigt im Juli

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Das neue Konzept für den Holzkirchner Kogl steht seit Ende 2015. Vieles ist seither passiert. Eine offizielle Einweihungsfeier soll nun heuer im Juli stattfinden. 

Holzkirchen – Die Holzkirchner lieben ihren Kogl. Entsprechend groß war die Empörung, als das Landratsamt Anfang 2015 überlegte, dem Wäldchen den Status eines Naturdenkmals zu entziehen, als das es, genau wie die Steindl-Allee seit 1964 gilt (wir berichteten). Die Behörde war für die Verkehrssicherheit zuständig, die über 100 Bäume regelmäßig zu inspizieren, war ihr zu aufwendig. Am Ende einigten sich Gemeinde und Landratsamt auf ein Pflege- und Nutzungskonzept, das Ende 2015 fertig war. Mountainbiker müssen seitdem draußen bleiben. Man sperrte einige Wege mit natürlichen Materialien, Spaziergänger sollen sich auf einer Hauptroute bewegen, um die Natur nicht zu stören. Nach Ansicht der Naturschutzbehörde war der Kogl vorher ohnehin „übernutzt“. Das beliebte Koglfest der Feuerwehr durfte bleiben. Gemäß dem neuen Konzept ist die Kommune für die Verkehrssicherheit zuständig, kommt für entsprechende Kosten auf, und das Landratsamt passt auf.

Inzwischen ist der neue Kogl so gut wie fertig. Laut Gerhard Brandl, stellvertretendem Pressesprecher im Landratsamt, soll es auf jeden Fall eine offizielle Einweihungsfeier geben. Diese sollte eigentlich schon 2016 über die Bühne gehen, wurde aber immer wieder verschoben.

Zweite Bürgermeisterin Elisabeth Dasch (SPD) weiß Genaueres dazu. Ihr liegen Informationen aus dem Landratsamt vor. „Die Inhalte der Schautafel werden derzeit erarbeitet“, sagt Dasch. Ist die Tafel samt Plan und Hinweisen zur Nutzung des Kogls fertig, könne nach Auskunft von Martina Lewald-Brudi von der Unteren Naturschutzbehörde das Einweihungsfest steigen. Lewald-Brudi schlägt laut Dasch als Termin den Juli vor. „Kurz vor oder nach dem Koglfest.“ Im Rahmen dessen würden Feuerwehr und Bauhof ohnehin mit Aufräumarbeiten beschäftigt sein, Absperrungen und Bänke wieder herrichten.

Vor dem Koglfest 2016 machte Lewald-Brudi gemeinsam mit Förster Robert Wiechmann eine Waldbegehung. Die Gemeinde zahlt und beauftragt Bauhof oder das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten mit der Ausführung anfallender Arbeiten. Zum Tragen kommt diese Pflicht vor allem beim Koglfest. Damit zum Beispiel keine Äste auf die Feiernden fallen. Die Feuerwehr muss das Fest vorher stets bei der Gemeinde als Eigentümer und dem Landratsamt beantragen.

Das neue Kogl-Konzept wird laut Dasch übrigens gut angenommen. „Es gab keinen Ärger“, sagt die Zweite Bürgermeisterin. Die Mountainbiker würden sich an das Fahrverbot halten. Der Nachwuchs der Radler darf auf dem relativ neuen Parcours am Moarhölzl trainieren. Die Pläne für den Bikepark der Erwachsenen platzten vorerst (wir berichteten). Nachdem Staatliches Bauamt Rosenheim und Landratsamt eine ordentliche Erschließung des Geländes von der B 13 aus forderten, beerdigte der Radsportverein RSLC seine Anstrengungen erst mal.

Wer nun Anstrengungen für die Einweihung des Kogls übernimmt und das Fest federführend organisiert, steht offenbar noch nicht fest. Behördensprecher Brandl geht davon aus, dass die Marktgemeinde den Hauptteil der Organisation stemmt, und die Naturschutzbehörde die Gäste mit fachlichen Details füttert. Genaueres weiß er aber im Moment nicht dazu. Auch Dasch muss passen, weist aber auf Folgendes hin: „Da werden wir mit unserer 1111-Jahr-Feier beschäftigt sein“, sagt sie. Denn bekanntlich feiert die Marktgemeinde von Freitag bis Sonntag, 14. bis 16. Juli, ihr großes Jubiläum.

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