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Tierische Sensation: Kuh Anni bringt ein kleines Wunder zur Welt - „Konnten unseren Augen nicht trauen“

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Von: Felicitas Bogner

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Johanna Rest hat die Drillinge auf ihrer Fahrt in den Stall begleitet.
Johanna Rest hat die Drillinge auf ihrer Fahrt in den Stall begleitet. © Privat

Sie sind braun-weiß gefleckt, knapp 20 Kilo schwer, von Sternzeichen Jungfrau und als Trio eine absolute Rarität: Kuh Anni aus Föching hat Mehrlinge zur Welt gebracht.

Holzkirchen – Normalerweise bringen trächtige Kühe nach etwa 280 Tagen ein Kalb zur Welt. In seltenen Fällen auch mal zwei. Wenn aber drei auf einmal das Licht der Welt erblicken, und obendrein gesund sind, grenzt es an eine kleine Sensation. Genau das ist kürzlich im Holzkirchner Ortsteil Föching passiert.

Holzkirchen: Kuh Anni bringt Drillinge zur Welt - Alle Kälber sind kerngesund

Am Vormittag des 5. September standen plötzlich drei niedliche Sensationen auf wackligen Beinen auf der Weide neben ihrer Mama Anni. Diese hat die Drillinge ganz heimlich, still und leise geboren und alle mächtig überrascht. Angesehen hat man ihr die Mehrlingsschwangerschaft nicht. „Manchmal sieht man es einer Kuh kaum an, andere gehen total in die Breite, obwohl sie nur ein Kalb tragen,“ erklärt die Föchinger Landwirtin Katharina Rest. Anni sei zwar zuletzt recht dick gewesen, meint Rest, „aber nicht in einem sonderlich unüblichen Ausmaß“.

Drillingsgeburt: Seltenheit bei Kühen - „Das ist ein Wahnsinn“

Drillinge gab es in dem landwirtschaftlichen Betrieb in Föching – selbst als Katharina Rests’ Eltern den Hof noch führten – noch nie. Kein Wunder. Schließlich liegt laut bayerischer Anstalt für Landwirtschaft die Wahrscheinlichkeit für eine Drillingsgeburt bei unter einem Prozent. So selten diese Geburten aber auch sind, so risikoreich sind sie leider auch. Doch Mama Anni und ihr fleckiges Trio – bestehend aus Stier Franz, Stier Sepp und dem Mädchen Annemarie, seien alle fröhlich und kerngesund auf der Wiese gestanden, erinnert sich Rest.

„In der Früh habe ich sie gegen 7 Uhr raus gebracht. Keine drei Stunden später hat ein Bekannter angerufen und gefragt, ob wir wissen, dass drei Kälbchen auf unserer Weide stehen“, berichtet die Bäuerin. „Wir sind sofort hingelaufen und konnten unseren Augen nicht trauen. Nicht ein, nicht zwei, sondern drei Kälbchen. Das ist ein Wahnsinn“, meint Rest. Blitzschnell sprang ein Freund der Familie ein. Er kam mit Traktor und Schaufel zur Hilfe, um die Kleinen sicher in den Stall zu bringen.

Nach Drillingsgeburt: Familie muss Kälber verkaufen

„Sie können zwar schon – so wie alle Fluchttiere – eine halbe Stunde nach der Geburt stehen, aber der Weg zum Stall wäre etwas zu weit gewesen“, erklärt Rest. Denn Mama Anni wollte offensichtlich ihre Babys in Ruhe und ganz für sich alleine zur Welt bringen. Darum habe sie sich laut Rest in das hinterste Eck der Weide verzogen. „Das ist wiederum normal“, meint die Betreiberin einer Milchviehhaltung.

Tochter Johanna (17) setzte sich kurzerhand noch mit dem quietschfidelen Trio in die Baggerschaufel rein und Mama Anni lief „sichtlich unbeeindruckt neben dem Traktor her“, sagt Rest lachend. Franz, Sepp und Annemarie haben etwa 17 Kilogramm gewogen. Ein guter Schnitt. Immerhin wiegen im Durchschnitt Kälber bei einer Einzelgeburt nur sieben Kilogramm mehr.

Schweren Herzens musste Familie Rest die Drillingskälbchen aber bereits vergangene Woche verkaufen. Denn ihr Hof ist ein Milchviehbetrieb. Sprich: Die beiden Stiere passen da leider nicht rein. Und die kleine Annemarie? „Tja das ist so eine Sache. Bei gemischten Drillingen sind die weiblichen Rinder unfruchtbar“, erklärt Rest. Trotzdem bleibt das Erlebnis für die Landwirte Katharina und Andreas Rest und vor allem ihre fünf Kinder unvergesslich.

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