Eingeklemmt: Selbstständig konnte die junge Kuh ihren Kopf nicht mehr unter der Metallverttrebung des Mastens hervorziehen. Die Hartpenninger Feuerwehr lockerte ein paar Schrauben, dann war das Tier wieder frei.
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Eingeklemmt: Selbstständig konnte die junge Kuh ihren Kopf nicht mehr unter der Metallverttrebung des Mastens hervorziehen. Die Hartpenninger Feuerwehr lockerte ein paar Schrauben, dann war das Tier wieder frei.

Feuerwehr befreit eingeklemmten Kopf

Ku(h)rioser Einsatz: Jungtier steckt unter Hochspannungsleitung fest

  • Andreas Höger
    VonAndreas Höger
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Kuh steckt in Hochspannungsmast fest: Einen ungewöhnliche Aufgabe wartete auf die Hartpenninger Feuerwehr, als sie am Dienstag auf eine Wiese südlich von Kleinhartpenning ausrückte.

Hartpenning – Ihre Neugier manövrierte eine junge Kuh am Dienstag (20. Juli) am Leithner Gasteig bei Kurzenberg in eine sehr missliche Lage: Mit dem Kopf steckte das Tier unter dem Gittermast einer Hochspannungsleitung fest. Irgendwie hatte es das Jungvieh geschafft, den großen Schädel zwischen Betonsockel und die unterste Schrägverstrebung des Mastens zu schieben. Zurück ging aber nichts mehr. Die Feuerwehr Hartpenning rückte aus und befreite die Kuh aus dem „Schwitzkasten“.

Der Hochspannungsmast steht mitten auf einer Weide unweit des Gehöfts Ried südlich von Kleinhartpenning. Warum sich eines der dort grasenden Jungtiere für den Betonsockel interessierte, ist unklar. „Wir wissen auch nicht, wie lange die Kuh eingeklemmt war“, berichtet Lukas Reichhart, Zweiter Kommandant der Hartpenninger Feuerwehr und am Dienstag Einsatzleiter. Als ein vorbeikommender Radfahrer bemerkte, dass das Jungtier selbstständig wohl nicht mehr freikommt, meldete er die ku(h)riose Zwangslage. Gegen 14.40 Uhr machten sich zwölf Einsatzkräfte der Hartpenninger Wehr in zwei Autos auf den Weg.

Die großen Ohren verhinderten das Zurückrutschen

„Man kennt das ja auch von uns Menschen“, sagt Reichhart, „den Kopf bringt man irgendwie schon noch durch durch eine Engstelle.“ Will man ihn zurückziehen, bleibt man hängen. „Meistens steht’s an den Ohren an – und so war’s auch bei der armen Kuh.“ Selbst mit menschlicher Hilfe war der Schädel unter der Strebe nicht freizubekommen.

Schließlich gelang es Reichharts Trupp, die Schrauben des untersten Winkelprofils zu lösen und den Träger leicht anzuheben. „Ein paar Zentimeter haben gereicht, dann war die Kuh frei“, berichtet der Einsatzleiter. Gegen 15.30 Uhr war der Einsatz beendet. Die Freude, dem „Schwitzkasten“ unter dem Gittermast entronnen zu sein, sei dem befreiten Tier durchaus anzumerken gewesen, glaubt Reichhart: „Die Kuh ist davongelaufen und hat sich ein paarmal richtig geschüttelt.“

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