Mitten in Ebersberg: Wohnhaus steht in Flammen - Großeinsatz läuft

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Es soll so gut wie kein Zug mehr fahren

BOB-Streik beginnt schon nächste Woche

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Holzkirchen - Bei der Bayerischen Oberlandbahn und dem Meridian herrscht akute Streikgefahr. Die Eisenbahner-Gewerkschaft EVG hat für kommende Woche erste Warnstreiks angekündigt.

Am Ende war es ein Streit über die Bruttoarbeitszeit: Die Tarifkommission der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG hat ein Angebot der Geschäftsführer von BOB/Meridian einstimmig abgelehnt, teilte EVG-Sprecher Isidoro Peronace mit. „Wir werden die Beschäftigten deshalb kommende Woche zum Warnstreik aufrufen.“ 

Einen Wochentag nannte der EVG-Sprecher aus streiktaktischen Gründen nicht. Der vier- bis sechsstündige Warnstreik werde am Abend vorher über die Medien bekannt gegeben, teilte er mit. Die Fahrgäste müssen sich auf einen Totalausfall sowohl der BOB-Züge im Oberland als auch der Meridian-Züge auf der Strecke München-Rosenheim- Salzburg/Kufstein sowie auf der Mangfalltalstrecke gefasst machen. 

Der EVG-Sprecher rechnet mit einer hohen Beteiligung sowohl der Lokführer als auch der Zugbegleiter und Werkstatt-Mitarbeiter. Im Gegenzug zu den Streiks der Lokführer-Gewerkschaft GdL bei der Deutschen Bahn im vergangenen Jahr werde wohl die Aufstellung eines Ersatzfahrplans „nicht möglich“ sein. „Es wird so gut wie kein Zug mehr fahren“, kündigte er an. Der Organisationsgrad der EVG bei BOB/Meridian sei hoch.

Streikgrund ist ein Konflikt um die Berechnung der Bruttoarbeitszeit. Die EVG fordert, interne Dienstfahrten von einem Einsatzort zum nächsten zu 100 Prozent als Arbeitszeit anzurechnen – so sei es auch beim Konkurrenten Deutsche Bahn üblich. Die BOB-Geschäftsführung ist laut EVG nur zu einer 50-prozentigen Anrechnung bereit. Beim zweiten Konfliktpunkt, der Erhöhung des Entgelts, gibt es keinen Streit – in zwei Stufen soll das Gehalt um 5,1 Prozent steigen – analog zu der Tariferhöhung, die die GdL mit der DB ausgehandelt hatte. Bei der BOB reagiert man auf die Ankündigung „überrascht“, wie eine Sprecherin sagt. Die Geschäftsführung sei zu einem neuerlichen Gespräch bereit.

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