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Etwa 50 Besucher folgten am Mittwoch einer Einladung der Freien Wähler in den Föchinger Hof. Gemeinderat Martin Taubenberger (r.) fragte nach, wie sich die Föchinger ihren Ort künftig vorstellen. 

Langjähriger Pächter hört 2018 auf

Föchinger Hof sucht neuen Dorfwirt mit Ideen und Herz

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Was wünschen sich die Föchinger für ihren Ort? Die FWG organisierte dazu eine Dorfversammlung. Einer der größten Wünsche: Der Föchinger Hof soll weiter ein lebendiger Dorfmittelpunkt bleiben.

Föching – Der Wirt hört auf: Hans Sprenger hat den Föchinger Hof fast zehn Jahre lang geführt, war immer für die Vereine da, brachte neue Ideen in den Ort – unter anderem einen Christkindlmarkt. Jetzt aber ist Schluss. Ende Februar will Sprenger aufhören, um sich künftig ganz auf seine eigene Gaststätte zu konzentrieren, das „Alte Zollhaus“ in Bad Tölz.

Was wird jetzt aus der Dorfwirtschaft? Dies war eines der aktuellen Themen, die jetzt bei einer Dorfversammlung zur Sprache kamen. Eingeladen hatten die Freien Wähler, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was sich die Föchinger für ihre Dorfmitte wünschen.

Diskutieren Sie mit - was muss der neue Dorfwirt können:

Etwa 50 Bürger nahmen die Einladung an. Martin Taubenberger, FWG-Marktgemeinderat aus Fellach, führte durch den Abend. Eine Botschaft, die er mitnahm: „Den Föchingern liegt sehr viel am Föchinger Hof. Sie wünschen sich dringend, dass ein neuer Pächter weitermacht“, sagt er auf Anfrage. Sowohl Alteingesessene als auch Zugezogene seien sich da einig. 

Das Gebäude mit Umgriff gehört der Marktgemeinde, die es 2008 für 1,2 Millionen Euro von der Brauereigenossenschaft kaufte und anschließend einen sechsstelligen Betrag in die Renovierung steckte.

Überhaupt verfügt die Gemeinde in der Dorfmitte über viele wichtige Grundstücke. Soll die Gemeinde hier einen größeren Wurf wagen und gestalterisch tätig werden? Das Ortsentwicklungskonzept des Planungsbüros Skorka etwa stellt fest, dass eine echte „Dorfmitte“ fehlt. „Naja, die Kirche liegt unten, das andere oben – die Straße wird sich nicht wegdiskutieren lassen“, stellt Taubenberger fest.

Eine „neue Mitte“ für Föching, das sei eher belächelt worden. Wichtiger sei, die Gaststätte auch für die Ortsvereine zu erhalten und den Biergarten zu reaktivieren. „Und vielleicht kann ja ein hiesiger Landschaftsgärtner den öffentlichen Platz etwas aufhübschen.“

Unbedingt behalten wollen die Föchinger ihre sanierungsbedürftige Turnhalle. „Die Halle ist ausgebucht“, sagt Taubenberger. Die Kitas im Ort können sie zu Fuß erreichen, die Sportler nutzen sie gern.

Sei doch ein Neubau angedacht, soll dieser als Mehrzweckhalle neben dem Sportplatz entstehen. Zu einem beliebten Treffpunkt hat sich der Spielplatz gemausert. „Viele wünschen sich einen kleinen Bolzplatz dazu“, sagt Taubenberger.

Etwas überraschend für die FWG: Es kamen kaum Wünsche nach zusätzlichen Wohnungen. Selbst den Geräteschuppen des Bauhofs, der bei einer Aussiedlung an die B 318 frei würde (wir berichteten), würden die Föchinger nicht gerne für Wohnungen opfern. „Da wäre den Vereinen die Weiternutzung als Lagerraum lieber“, glaubt Taubenberger.

Die Erkenntnis des Abends: Mit einer „neuen Dorfmitte“ können die Föchinger laut Taubenberger wenig anfangen. „Netter soll’s schon werden, aber im Grunde so bleiben wie bisher.“ Viel wichtiger sei, dass die Gemeinde im Frühjahr einen guten Pächter für den Föchinger Hof findet. „Das macht den Leuten echt Sorgen.“

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