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Andreas Lauer machte bei einem Forschungsprojekt der NASA mit. 

Für seine Schüler

Holzkirchner Lehrer fliegt mit NASA in Stratosphäre

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Holzkirchen - Er besuchte die Nasa, flog bis an den Rand der Stratosphäre: Andreas Lauer vom Gymnasium Holzkirchen hat bei einem Forschungsprojekt in den USA mitgemacht.

Auch wenn das Staatliche Gymnasium Holzkirchen erst bei der achten Klasse angekommen ist, ein Konzept für ein dreisemestriges W-Seminar der Oberstufe hat der zweite Schulleiter Andreas Lauer schon in der Schublade. Eben jenes Papier hat ihm jetzt einen Ausflug in luftige Höhen beschert. 

Mit einer umgebauten Boeing 747 ging es in luftige Höhen. 

Damit hatte er die Jury des Deutschen Sofia Instituts überzeugt. Gemeinsam mit drei anderen Pädagogen haben die Stuttgarter den Lehrer für Mathematik und Physik ausgewählt, an zwei Forschungsflügen an Board einer umgebauten und mit einer 17 Tonnen schweren, Infrarot-Teleskop ausgestatteten, Boeing 747 teilzunehmen. Sofia – so heißt das Gemeinschaftsprojekt der US-Raumfahrtbehörde NASA und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit Sitz in Köln und steht für Stratosphären Observatorium für Infrarot-Astronomie.

Für Lauer war der Trip nach Palmdale im us-amerikanischen Bundesstaat Kalifornien eine „tolle Erfahrung“ abseits des Schulalltags, wie er sagt. Nicht nur, weil er gemeinsam mit drei Lehrerkollegen aus Baden-Württemberg und Hamburg die Forschungslabore der NASA besichtigen, sich mit Wissenschaftlern, Ingenieuren und Piloten unterhalten konnte und ein spezielles Sicherheitstraining mitgemacht hat, sondern auch, „weil er einen Einblick erhalten hat, wie ein internationales Team zusammenarbeitet“. 

Zweimal ist der Holzkirchner mit in die Luft gegangen – nachts bis zum Rand der Stratosphäre, in etwa 14 Kilometern Höhe. „Nur dort ist das infrarote Licht junger Sterne und Planetensysteme empfangbar“, erklärt Lauer. Und darum geht es den Wissenschaftlern. Um diese Strahlung messen zu können, öffnet sich bei einer Fluggeschwindigkeit von 900 Kilometern pro Stunde und einer Außentemperatur von rund minus 60 Grad Celsius am Rumpf des Flugzeugs eine vier mal sechs Meter große Luke für das Weltraumteleskop – „das einzige weltweit, das sich in einem Flugzeug befindet“, sagt Lauer. Da sich der Schwerpunkt durch die Tonnen schwere Ladung verändert hatte, musste der Rumpf der Boeing um zehn Meter gekürzt werden. „Da wird nur mit der neuesten Technik geforscht“, sagt Lauer. Ein Vorteil sei das gegenüber den Weltraumteleskopen wie Hubble, deren Technik nicht mal eben auf den neuesten Stand gebracht werden könne. 

Noch muss Lauer ein paar Jahre warten, bis er seine Schüler in der Oberstufe für Astronomie und Ingenieurberufe begeistern kann. Bis dahin möchte er andere an seinen Erfahrungen teilhaben lassen: Er plant derzeit eine Abendveranstaltung über seine Flüge.

dd

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