BRB-Mitarbeiter gingen für mehr Lohn auf die Straße
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Für mehr Lohn protestierten gestern am Holzkirchner Bahnhof rund 25 BRB-Mitarbeiter. Folgen für den Bahnverkehr hatte die Aktion nicht.

Protestaktion am Holzkirchner Bahnhof

Letzter Warnschuss: Bahnmitarbeiter fordern mehr Lohn

  • Marlene Kadach
    vonMarlene Kadach
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BRB-Mitarbeiter forderten am Dienstag bei einer Protestaktion am Holzkirchner Bahnhof mehr Lohn vom Arbeitgeber.

Holzkirchen – Die Aktion sollte eine letzte Warnung an den Arbeitgeber, die französische Transdev-Gruppe sein, zu der auch die Bayerische Regiobahn (BRB) mit Sitz in Holzkirchen gehört. Ein Protest gegen dessen „andauernde Blockadehaltung“, wie Norman Maul, Gewerkschaftssekretär Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) München sagt.

Aus diesem Grund sind am gestrigen Dienstag um 6 Uhr rund 25 BRB-Mitarbeiter am Holzkirchner Bahnhof für circa drei Stunden zusammengekommen, um ihren Unmut kundzutun. Zum einen ging es um den Tarifkonflikt, seit Januar hänge man fest. „Wir fordern 4,5 Prozent mehr Lohn“, erklärt Maul, der ebenfalls in Holzkirchen mit demonstrierte. Der Arbeitgeber hingegen biete bislang nur 1,5 Prozent an. Dass es ein Privileg sei, in Pandemie-Zeiten überhaupt arbeiten zu dürfen – wie es von Arbeitgeberseite kommuniziert worden sei – damit wollen sich die Angestellten nicht abspeisen lassen. Außerdem forderten die Mitarbeiter, dass sich die BRB bei dem von der EVG ins Leben gerufenen neuen Fonds für Wohnen und Mobilität (WoMo-Fonds) beteiligt, der Beschäftigte unterstützt.

„Eigentlich wäre ein Warnstreik fällig gewesen“, meint Maul. Aber angesichts der Corona-Pandemie wollte man Rücksicht nehmen und den Zugverkehr nicht behindern. Folgen für den Bahnverkehr im Oberland hatte der gestrige Protest daher nicht. Auch an anderen Standorten fand die Aktion „letzte Warnung“ statt. Falls es nächste Woche bei der vierten Verhandlungsrunde keine Verbesserungen gebe, seien allerdings ab Mai Warnstreiks angedacht, kündigt Maul an.

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