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Bodenwellen bremsen Verkehr: Die Autos fahren nun etwas langsamer durch die Schönlohstraße.

Punktesieg für Anwohner

Lindern die Bodenwellen den Krieg in der Schönlohstraße?

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Seit der Sperrung der Rosenheimerstraße feinden sich Autofahrer und Anwohner in der Schönlohstraße an. Jetzt hat die Gemeinde Bodenwellen verlegt. Ist der Krieg damit vorbei?

Holzkirchen – Ein wenig Linderung haben die Bodenwellen in der Schönlohstraße in Holzkirchen offenbar gebracht. „Es ist ein bisschen besser geworden“, sagt eine Anwohnerin. Allerdings nur bei denjenigen Autofahrern, die nun darüber nachdenken würden, warum die Hindernisse aufgestellt wurden. Durchgefahren werde immer noch.

Robert Haunschild, Geschäftsleiter im Rathaus, bestätigt gegenüber unserer Zeitung, dass die Gemeinde inzwischen die Bodenwellen in der Schönlohstraße wie versprochen aufgestellt hat. 2000 Euro habe die Kommune dafür ausgegeben. „Aktuell sind keine Beschwerden mehr bei uns eingetroffen“, sagt Haunschild.

Trotz allem lasse sich ein gewisser Durchgangsverkehr nicht vermeiden, sagt er. „Es handelt sich weder um eine Privatstraße, noch um eine Sackgasse.“ Ganz sperren könne man die Straße für Externe nicht. Schließlich müssten auch Feuerwehr- und andere Rettungseinsätze reibungslos funktionieren.

Wie berichtet, gab es vor Kurzem mächtig Zoff in der Schönlohstraße, Anwohner beschwerten sich darüber, dass der Verkehr seit der Sperrung der Brücke in der Rosenheimer Straße, die saniert wird, zugenommen habe. Viele Autos würden zu schnell durchfahren – dabei handelt es sich um eine Spielstraße, die für Anlieger beschränkt ist. Vor allem die Kinder, die in der Straße wohnen, würden dadurch gefährdet. Dabei sollten doch gerade sie sich auf einer Spielstraße aufhalten dürfen, ohne angehupt zu werden. Um Autofahrer auszubremsen, stellten die Anwohner manchmal Spielsachen wie Bobbycars, Fußballtore und Räder an den Straßenrand. Zuweilen reagierten die Fahrer unwirsch: „Wir sind von Autofahrern bedroht worden“, berichtete eine Nachbarin. In einem Schreiben an die Gemeinde baten sie um Hilfe.

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