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Verschwindet bald endgültig vom Alpenpanorama, wenn es nach der Regierung von Oberbayern geht: Traglufthalle. Nur was dann?

Nach Aus für Traglufthalle

Löwis will neue Sammelunterkünfte für Flüchtlinge bauen

Holzkirchen – Die Tage der Traglufthalle im Moarhölzl scheinen gezählt. Bürgermeister Olaf von Löwis beschleicht ein ungutes Gefühl: „Wo sollen die Flüchtlinge denn dann unterkommen?"

"Wollen wir wirklich wieder Turnhallen belegen?“ Nach aktuellem Stand will die Regierung von Oberbayern die Sammelunterkunft im April 2017 auflösen – nach nur einem Jahr.

Die Marktgemeinde will es so weit nicht mehr kommen lassen. „Wir suchen jetzt verstärkt nach Alternativen“, kündigt Löwis an, „sollte die Halle verschwinden, wollen wir nicht unvorbereitet sein.“ Dabei setzt der Rathauschef weniger auf den ohnehin sehr angespannten Wohnungsmarkt als auf den schnellen Bau provisorischer, aber fester Unterkünfte. Es gebe Bauträger, die solche Wohnmodule in Holzbauweise anbieten. „Innerhalb von drei Monaten könnte so eine Unterkunft für 150 bis 200 Leute stehen“, hat Löwis in Erfahrung gebracht. Der Staat habe dafür attraktive Fördertöpfe gefüllt. Jetzt gelte es, geeignete Flächen zu finden.

Im Gespräch ist nach wie vor ein Kirchengrundstück im Gewerbegebiet-Ost. Das ist zwar für sich genommen zu klein, doch laut Löwis gibt es Optionen, ein Nachbargrundstück dazu zu bekommen. Sollte sich der Bau von Unterkünften dort realisieren lassen, sei eine langfristige Nutzung aber ausgeschlossen. „Wir sind hier in einem Gewerbegebiet. Planungsrechtlich wäre deswegen, als zeitlich befristete Ausnahme, an dieser Stelle nur eine Unterkunft für Asylbewerber denkbar.“

Bei aller räumlichen Enge seien Traglufthallen nicht die schlechteste Lösung, Flüchtlinge unterzubringen, glaubt der Bürgermeister: „Ein Vorteil ist sicher die Rundum-Betreuung.“ Andererseits sieht er auch die Notwendigkeit, die Kosten für die Flüchtlingsbetreuung in den Griff zu bekommen. „Traglufthallen waren halt die ganz schnelle Nummer, kosten aber schon sehr viel Geld.“  

Und das ist die Reaktion des Bürgermeisters von Rottach-Egern, Christian Köck.

avh

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