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Machbarkeitsstudie durchgeführt: Bahnhalt Föching nimmt nächste Hürde

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Von: Andreas Höger

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Entsteht hier bald ein Pendlerknoten? Neben einem möglichen Bahnhaltepunkt bei Föching, der die Arbeitsplätze des nahen Gewerbegebiets (hinten) erschließen könnte, gibt es auch Überlegungen, hier einen großen P & R-Parkplatz für Pendler von und nach München zu schaffen.
Entsteht hier bald ein Pendlerknoten? Neben einem möglichen Bahnhaltepunkt bei Föching, der die Arbeitsplätze des nahen Gewerbegebiets (hinten) erschließen könnte, gibt es auch Überlegungen, hier einen großen P & R-Parkplatz für Pendler von und nach München zu schaffen. © Thomas Plettenberg

Das bayerische Verkehrsministerium hat mit Machbarkeitsstudien den Bahnausbau im Großraum München beurteilt. Der angedachte Halt in Föching hat diese Hürde übersprungen.

Holzkirchen – Der Bau eines Bahnhaltepunkts in Föching, für den sich die Marktgemeinde Holzkirchen seit Jahren einsetzt, ist ein Stück näher gerückt. Wie das bayerische Verkehrsministerium mitteilt, bleibt das Projekt nach der ersten Prüfrunde im Maßnahmen-Paket „Bahnausbau Region München“, mit dem der Bau der zweiten S-Bahn-Stammstrecke in München flankiert werden soll.

In Machbarkeitsstudien bewerteten Gutachter in den vergangenen Monaten ein großes Paket möglicher Maßnahmen, um den ÖPNV-Bahnverkehr im Großraum München nachhaltig zu verbessern. Die Vorschläge stammen aus Dialogforen der Deutschen Bahn mit kommunalen Vertretern und dem Verkehrsministerium. Wirksamkeit, technische Machbarkeit und Kosten spielen bei der Bewertung der einzelnen Vorhaben die entscheidende Rolle.

Prompt fielen jetzt in einer ersten Bewertungsrunde einige Projekte durch. Etliche Maßnahmen werden von den Gutachtern aber ausdrücklich „zur Weiterverfolgung empfohlen“ – darunter der Bahnhalt in Föching (Mangfalltalbahn), der zweigleisige Ausbau der S 7 von Giesing bis Kreuzstraße (Gemeinde Valley) sowie eine Ertüchtigung des Gleisabschnitts Deisenhofen-Holzkirchen, was der S-Bahn und der BRB höhere Geschwindigkeiten ermöglicht.

Die größte unmittelbare ÖPNV-Wirkung im Raum Holzkirchen würde zweifellos von einem Bahnhalt in Föching ausgehen. Hier sind weniger finanzielle als technische Hürden zu überwinden. Denn der zusätzliche Meridian-Halt muss sich in den engen Zeitpuffer des Fahrplans mitsamt der Anschluss-Optionen einbinden lassen. Die ebenfalls geplante „Beschleunigung“ der Strecke Holzkirchen-Deisenhofen könnte hier wertvolle Dienste leisten.

Der Haltepunkt in Föching würde vor allem das in den vergangenen Jahren aufgewachsene Holzkirchner Gewerbegebiet-Nord direkt an das ÖPNV-Netz München anbinden. Allein die Bosch Engineering GmbH könnte in absehbarer Zeit bis zu 2000 Mitarbeiter am Standort beschäftigen. Neu sind Gedankenspiele des Verkehrsministeriums, den Bahnhalt mit einer größeren Park & Ride-Anlage zu kombinieren, um München-Pendlern aus der Region den Umstieg auf die Bahn schmackhaft zu machen (wir berichteten).

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