Maisernte: Häcksler bei Hartpenning
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Die Maisernte rund um Holzkirchen ist im vollen Gange. Unser Bild entstand unweit von Hartpenning.

Die Felder liegen fast ausschließlich im Landkreis-Norden

Die Maisernte läuft: 812 Hektar sind reif für den Häcksler

  • Andreas Höger
    vonAndreas Höger
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Er steckt voller Energie, ist vergleichsweise leicht anzubauen und vollmaschinell zu ernten: Mais erfreut sich rund um Holzkirchen wachsender Beliebtheit. Jetzt hat die Ernte begonnen - auf einer Fläche, die nie größer war.

Holzkirchen - Der Mais ist die dominante Feldfrucht im Landkreis Miesbach, zwei Drittel des Feldfutterbaus entfallen auf den König der Ackerflächen. Das Gros der Flächen liegt im Landkreis-Norden, rund um Holzkirchen. Vor wenigen Tagen begann die Ernte der Saison 2020. Häcksler und Ladewagen sind im Dauereinsatz. „In zwei bis drei Wochen sollte es geschafft sein“, glaubt Elisabeth Kitzeder, zuständig für Pflanzenbau im Amt für Landwirtschaft und Forsten Holzkirchen.

Im Landkreis Miesbach wächst der „Energieriese“ mittlerweile auf 812 Hektar. Eine deutliche Steigerung um 120 Hektar gegenüber 2016, als im Landkreis 693 Hektar Mais geerntet wurden. Kitzeder vermutet, dass verschärfte Anbau-Regeln dazu führten, dass Landwirte im Vorfeld noch „vorsorglich“ Grünflächen in Acker verwandelten, ehe dies im Vorjahr deutlich erschwert worden war. „Dauerhafte Grünflächen dürfen nur noch auf gesonderten Antrag in Ackerflächen umgewandelt werden“, sagt Kitzeder.

Den größten Sprung gab es im Jahr 2008

Den größten Sprung beim Maisanbau in der Region Holzkirchen gab es im Jahr 2008: Damals wuchs die Anbaufläche innerhalb eines Jahres um über 100 Hektar auf über 600 Hektar.

Nur ein Bruchteil der Ernte wird als Körnermais geerntet, das Gros wird gehäckselt und in Silos gelagert. Verwendung findet der Silomais als Kraftfutter für Milchvieh und in den vergangenen Jahren verstärkt als Substrat für Agrargas-Anlagen. Der Mais dient hier als „Treibstoff“ für kleine Kraftwerke, die Strom und Wärme produzieren. Biogas-Anlagen, die in anderen Regionen den Maisanbau intensivierten, spielen laut Kitzeder im Landkreis aber nur eine untergeordnete Rolle.

im Landkreis werden auf 2093 Hektar Feldfrüchte angebaut

Der Mais mag es warm und feucht, Spätfröste oder trockene Sommer setzen ihm zu. Zudem müssen Landwirte darauf achten, Unkraut zu bekämpfen. Mais reagiert empfindlich auf Konkurrenz.

Auf den Ackerflächen im Landkreis, die insgesamt 2093 Hektar ausmachen, dominiert der Mais (812 Hektar) immer deutlicher.

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