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Zehn Linien befahren die Busse der Firmen Geldhauser und Bavaria Reisen Kriege in Holzkirchen. Unter anderem holen sie die Grund- und Mittelschüler morgens in Föching, Otterfing und Valley ab und bringen sie nachmittags wieder heim.

Aktuell funktioniere alles „problemlos“

Gemeinde schreibt Auftrag aus: Neue Schulbusse im neuen Schuljahr?

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Die Marktgemeinde Holzkirchen muss die örtlichen Schulbuslinien neu vergeben. Bei der Ausschreibung setzt sie scharfe Kriterien an. Der Fokus liegt auf der Qualität der Fahrer.

Holzkirchen – Am Ende des Schuljahres ist Schluss. Pünktlich zu den Sommerferien laufen die Verträge mit den beiden Busunternehmen aus, die die Schüler derzeit aus den umliegenden Ortsteilen und Gemeinden abholen und an die Grundschule an der Baumgartenstraße, die Quirin-Regler-Grundschule sowie an die Mittelschule befördern. Nach sechs Jahren muss der Markt als Sachaufwandsträger die zehn Schulbuslinien jeweils neu ausschreiben.

Bis dato teilen die beiden Firmen Geldhauser und Bavaria Reisen Kriege die Routen unter sich auf. Bei der Nachfolger-Suche will die Gemeinde sicherstellen, dass sich die Schüler in den Bussen weiterhin wohlfühlen und vor allem sicher in die Schule kommen. Derartige Mängel habe man mit den derzeitigen Unternehmen nicht, alles funktioniere problemlos, erläuterte ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes nun im Gemeinderat. Da die Gemeinde für die kommenden vier Jahren schätzungsweise zwei Millionen Euro in die Buslinien steckt, muss sie den Auftrag per Vergaberecht jedoch europaweit ausschrieben. Mit vorab definierten Kriterien im Leistungskatalog will man die Vergabe steuern, so gut es geht, und gewisse Standards festsetzen. „Wir legen hohen Wert auf die Qualität – insbesondere auf die der Fahrer“, betonte Bürgermeister Olaf von Löwis (CSU).

Denen kommt eine wichtige Rolle im Schulalltag zu, wie der Rathausmitarbeiter erklärte. „Wir wollen, dass sie auch Ansprechpartner für die Schüler sind.“ Insbesondere den vielen jungen Kindern fiele es zudem leichter, alleine Bus zu fahren, wenn sie Tag für Tag ein vertrautes Gesicht hinter dem Steuer wiedererkennen würden. Eine hohe Fahrer-Fluktuation wolle man daher tunlichst vermeiden.

Weitere Auswahlkriterien, die eng mit dem Faktor Bezugsperson verwoben sind, sollen demnach entsprechende Deutschkenntnisse und Erfahrungen im Umgang mit Kindern sein. „Wir werden auch ein polizeiliches Führungszeugnis anfordern“, erklärte Löwis. Bei Mitarbeitern des Kreisjugendrings etwa sei das bereits Usus.

Auch CSU-Fraktionsvorsitzender Christoph Schmidt betonte, wie wichtig es sei, dass die Fahrer die nötige Qualifikation mitbringen. „Sie fahren immerhin unsere Kinder rum“, sagte er. Was daher auf keinen Fall passieren dürfe, dass die Busunternehmen, die den Zuschlag bekommen, den Auftrag auf Subunternehmen abwälzen. Laut Schmidt kein ungewöhnlicher Vorgang. Und somit einer, der bei der Vergabe kontrolliert, wenn nicht verhindert werden müsse.

Derzeit befindet sich der Leistungskatalog laut Verwaltung in der Prüfung, muss gegebenenfalls noch überarbeitet werden. „Wir schauen gerade, wie viel wir überhaupt eingreifen können“, sagte der Ordnungsamt Mitarbeiter. Der wirtschaftlichste Anbieter betreibt die Holzkirchner Schulbuslinien für die kommenden vier Jahre. Eine Verlängerung der Vertragslaufzeit, wie von Christoph Schmidt vorgeschlagen, hielt Löwis für nicht ratsam. „Manche Busunternehmen stellen sich vielleicht schnell als die falsche Wahl heraus“, sagte der Rathauschef. „Vielleicht sind wir dann froh, wenn die Verträge nicht sechs oder acht Jahre laufen.“

fp

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