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Marktplatzfasching 2020 in Holzkirchen

Kreative Wagen und Fußgruppen 

Marktplatzfasching 2020: Holzkirchen brennt für die Gaudi

In Holzkirchen ging’s am Sonntag heiß her: Beim Marktplatzfasching unter dem Motto „Hoizkiacha brennt da Huad“ feierten rund 3000 Besucher die teils aufwendigen Wagen.

Holzkirchen – Zum 22. Mal hatten De Damischen zum Marktplatzfasching geladen und mit ihrem Motto das 150-Jährige der Holzkirchner Feuerwehr aufgegriffen. Die Stimmung unter den Besuchern und den vielen Akteuren auf den elf Wagen hätte besser kaum sein können. Mehr als zehn Fußgruppen mischten sich in den langen Faschingszug und warfen Kamelle und Konfetti in das begeisterte Publikum. Bei Wolken und angenehmen Plus-Graden ließ es sich bis in den späten Nachmittag hinein ausgelassen feiern.

De Damischen selbst widmeten sich mit ihrem Fahrzeug „24 damische Gemeinderatskandidaten“ dem Thema Wahlkampf. Keine Geringeren als Karl Lagerfeld, Rudolph Moshammer sowie Stan Laurel und Oliver Hardy sorgten als prominente Bewerber für Jubel. „Einen Bürgermeisterkandidaten stellen wir nicht. Das wäre uns zu damisch“, meinte der Ex-Vorsitzende Andi Pohl lachend. Er freute sich über den unbändigen Tatendrang der Vereine. „Eine Schau ist das wieder, unglaublich, mit wie viel Aufwand alle dabei sind.“

Ein besonderer Hingucker war das Gefährt der Burschen Holzkirchen-Erlkam. In Anlehnung an das Münchner Bordell Leierkasten fuhren sie mit ihrem „Feierkasten“ an der grölenden Menge vorbei und forderten auf Plakaten „mehr Rotlicht statt Blaulicht“. Dazu erklang aus der riesigen Musikbox „Ich verkaufe meinen Körper ganz ganz billig“. Die Hartpenninger Burschen forderten „Rettet die Biere, stoppt Bierversuche, sagt Nein zu Radler“. Auch Arget war mit einem Wagen vertreten und suchte nach „der Schönsten im ganzen Oberland“. Eine Fußgruppe bildeten die Grachadn Dirndl. Sie warben für einen Ort zum Feiern in Holzkirchen. „Kemma niergends danzn, miaß ma strawanzn“, lautete die Botschaft der jungen Damen. Feuerwehrkommandant Ludwig Würmseer ließ sich nicht lumpen und schlüpfte nochmal ins Kostüm der Feuerwehrfee, um für die Jubiläumsfeierlichkeiten der Holzkirchner Wehr heuer zu trommeln. 

Aufwendig hergerichtet waren die Akteure auf dem Wagen der Föchinger Burschen. Mit ihrem fahrenden Affenhaus, voll besetzt mit tanzenden und singenden Affen, ratterten sie über den Marktplatz. Auch Wahlkämpfer mischten mit Fußgruppen mit: CSU-Bürgermeisterkandidat Christoph Schmid kam mit mehreren Tiny-House-Bollerwagen und Parolen wie „suche Stimmen, biete Wohnraum“. Die SPD kam „red hot“ (rot und scharf) als Chilis gewandet, unter anderen marschierten die Kandidatinnen Elisabeth Dasch (Bürgermeisterin) und Christine Negele (Landrätin) mit. Im Fahrzeug- und Laufgruppengewusel hatte auch der Musikzug Holzkirchen einen mitreißenden Auftritt. Mit ihren zackigen Märschen sorgten die Musikanten am Straßenrand für Applaus. Die Otterfinger Burschen warben mit gleich zwei Fahrzeugenfür ihren eigenen Faschingsumzug am Faschingsdienstag. Die größte Fußtruppe bildeten die Mitglieder des ESC Holzkirchen. „Es ist wichtig, dass wir alle mitmachen. Über 40 Mitglieder konnten wir mobilisieren, das zeigt, wie aktiv wir sind“, freute sich Tilmann Götzner vom Eishockeyverein. Das Motto: „Mia brennan für a Halle“. 

Besonders gelungen war heuer der Auftritt der Faschingsgesellschaft Gleisenia aus Unterhaching. Zu Songs wie „The Lady is a Tramp“ und „Girls Just Want To Have Fun“ zeigten die Tanzgruppe rund um das Prinzenpaar Marina I. und Christian II. ihr Können und ihre Begeisterung für den traditionellen Auftritt in Holzkirchen.

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Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Die Besucher ließen sich Fischsemmeln, Kartoffelchips, Pizza, Apfelkrapfen und Burger schmecken. Am Herzstück des Faschings, der großen Brennbar, gab’s die flüssige Verpflegung. Wie jedes Jahr gelang den Damischen auch heuer eine großartige Party, die allen Spaß machte. „Ich finde das Thema richtig gut. Ich möchte eh mal Feuerwehrmann werden“, freute sich der fünfjährige Nikolas aus Holzkirchen. Drachen, Fred und Wilma Feuerstein, Brandstifter und zahlreiche Feuerwehrmänner und -frauen griffen das diesjährige Motto auf. Die Band Host mi sorgte mit Gassenhauern wie „Eviva España“, „Atemlos“ und „Cowboy und Indianer“ für viel Bewegung im Publikum.

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Für eine Showeinlage hielten viele Besucher zunächst einen Brand auf der Bühne. Der feuerspuckende Deko-Hut über der großen Box hatte aber tatsächlich Feuer gefangen. Beherzt löschte Andi Pohl die Flammen mit zwei Feuerlöschern, die er sich im Rathaus schnappte. „Es bestand keine Gefahr, und dass wir das Feuer so schnell wie möglich unter Kontrolle hatten, liegt natürlich an den vielen damischen Feuerwehrlern vor Ort“, frotzelte Pohl. Das Motto „Hoizkiacha brennt da Huad“ wurde also ernst genommen.

Kathrin Suda

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