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Die emotional wichtigste Filiale für Großgastronom Michael Heinritzi ist die in Irschenberg.

Neues Konzept

McDonald’s Irschenberg und Holzkirchen: Große Veränderungen in den Fast-Food-Filialen

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    Bettina Stuhlweißenburg
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Der Umbau in der Holzkirchner McDonald‘s-Filiale ist bereits abgeschlossen. Irschenberg folgt. Zum neuen Konzept gehören nicht nur Touchscreens sondern auch ein Tischservice.

Holzkirchen/Irschenberg – Vor wenigen Tagen noch waren die Umbauarbeiten im Holzkirchner McDonald‘s in der Heignkamer Straße im vollen Gange. Der Lounge-Bereich war mit einer Bauplane abgehängt, die Gäste mussten mit einem Platz im Zelt vor dem Lokal vorliebnehmen.

Der aus Dietramszell stammende Großgastronom Michael Heinritzi – Europas größter Franchise-Nehmer von McDonald’s – verpasst seinen insgesamt 47 Filialen peu à peu ein neues Konzept. Die Filialen in Bad Tölz und Rottach-Weissach sind bereits umgebaut, jetzt war auch Holzkirchen an der Reihe.

Zum neuen Konzept gehört, dass die Gäste künftig an einem digitalen Terminal mit Touchscreen bestellen statt beim Mitarbeiter. Sie können am Terminal bargeldlos bezahlen – oder wie bisher bar an der Kasse. Außerdem können sie ihre Burger selbst individuell zusammenstellen – die Produktpalette wird größer. Binnen drei Minuten soll die Bestellung dann in der Küche zubereitet werden. „Es gibt keinen Warmhaltebereich mehr. Alles wird à la minute zubereitet“, sagt Heinritzi. Nach der Bestellung setzt sich der Gast an einen Tisch – und bekommt Cheeseburger und Co. am Tisch serviert. „Wir haben in anderen Filialen bereits gute Erfahrungen mit dem Tischservice gemacht“, sagt Heinritzi.

Wegen des Umbaus mussten die Gäste im Holzkirchner McDonald‘s mit einem Platz im Zelt vor dem Lokal vorliebnehmen.

McDonald’s will Innenbereich am Irschenberg vergrößern

Den Umbau des Holzkirchner Schnellrestaurants lässt sich der Unternehmer mehrere hunderttausend Euro kosten. Dagegen pumpt er in die Filiale Irschenberg mehrere Millionen. Hier steht im November eine Erweiterung an. „Die Filiale in Irschenberg ist die größte und emotional für mich die wichtigste“, sagt Heinritzi – das Flagschiff unter seinen Schnellrestaurants. „Wir lassen uns hier architektonisch etwas ganz Besonderes einfallen.“ Deshalb ist Irschenberg auch als letztes an der Reihe. „Wir können dann dort unsere Erfahrungen, die wir mit dem neuen Konzept gemacht haben, einbringen.“

Nach dem Umbau bestellen die Kunden über einen Touchscreen (linkes Bild). Sie können sich hierbei ihre Burger individuell zusammenstellen – die Produktpalette wird größer.

Für den Umbau gab auch der Gemeinderat Irschenberg in seiner jüngsten Sitzung einhellig grünes Licht. Vor allem der Eingangsbereich auf der Südseite des Schnellrestaurants wird verändert. So soll ein vorgezogener Anbau Teile der Außenterrasse in den Innenbereich verlagern. Auch der Drive-In-Schalter wird etwas ausgebaut – alles im Rahmen des bestehenden Baufensters, wie der amtierende Bürgermeister Klaus Meixner (CSU) erklärte. Auch bei den Stellplätzen gab es keine Diskussionen: 73 Plätze sind gefordert, die Fast-Food Filiale hat 118.

Die Touchscreen-Terminals gibt es bereits in vielen anderen McDonald’s-Filialen, unter anderem in München. Als Teil der weltweiten Fastfood-Kette war es nur eine Frage der Zeit, wann auch Heinritzi diesen Schritt geht. Etwa alle drei Jahre führt McDonald’s eine Neuheit ein, um wettbewerbsfähig zu bleiben.  

bst/ddy

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