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Hartpenning stockt auf: Das alte Feuerwehr-Gerätehaus (r.) wollen die Ortsvereine in Eigenregie umbauen. Über eine Luke gelangen sie künftig zum gelagerten Material.

Hartpenninger Ortsvereine wollen altes Feuerwehr-Gerätehaus aufstocken

Mehr Stauraum fürs Dorf

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Die Dorffest-Stände, der historische Spritzenwagen und vieles mehr: Die Ortsvereine in Hartpenning brauchen Platz. Weil der nun ausgeht, soll das alte Feuerwehrgerätehaus aufgestockt werden.

Großhartpenning – Die Einzelteile der Standl fürs Dorffest, ein Spritzenwagen aus dem 19. Jahrhundert, der nur bei festlichen Umzügen zum Einsatz kommt, Gerätschaften, die die Feuerwehr nur gelegentlich nutzt, sowie allerlei andere Utensilien, die die Dorfvereine das Jahr über vereinzelt mal brauchen, die restliche Zeit aber irgendwo unterbringen müssen. Das alte Feuerwehrgerätehaus in Großhartpenning ist zum Bersten gefüllt. Die örtlichen Vereine wollen das Gebäude deswegen aufstocken.

Während der Platzbedarf nämlich wächst, mangelt es an alternativem Stauraum im Ort, wie Hubert Schmid, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Hartpenning, nun dem Hauptausschuss des Gemeinderats erläuterte, wo der Aufstock-Antrag behandelt wurde. „Im neuen Feuerwehrhaus sind die Kapazitäten ausgeschöpft“, sagte er. Im Keller lagere all das, was regelmäßig zum Einsatz kommt. „Und weiter weg auslagern macht für uns keinen Sinn, wir stehen ja unter Zeitdruck“, sagte Schmid.

Verschärft wird das Platzproblem, durch ein neues Fahrzeug, das die Wehr laut ihrem Kommandanten kommendes Jahr anschaffen will. Das kleinere, erklärte Schmid, müsse dann in der Garage des alten Gerätehauses geparkt werden, wodurch wiederum Stauraum wegfalle. Dafür müsse aber die historische Spritze weichen. „Aber gerade diese alten Gerätschaften wollen wir ja erhalten“, sagte Schmid. Mit der Aufstockung ließe sich das machen. Die akuten Platzprobleme der Wehr und der anderen Dorfvereine wären damit vorerst gelöst.

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Dass das Plus an Stauraum oberhalb der Garage nötig und sinnvoll ist, darüber herrschte am Ratstisch zügig Einigkeit. Doch das Gerätehaus ist an den Kindergarten angebaut. „Und was mit dem in Zukunft passiert, wissen wir nicht“, erinnerte Hans Kellner, der Leiter Bauamt-Technik. Zum Hintergrund: In die angedachte Überplanung der Großhartpenninger Ortsmitte wird die Betreuungseinrichtung an der Tölzer Straße wohl einbezogen werden. Ein Neu-, Um- oder Ausbau des Kindergartens wäre möglich. Nur was bedeutet das für das Gerätehaus? Abriss in fünf Jahren? Macht eine Aufstockung dann noch Sinn? Oder steht es auch gut alleine? „Vielleicht hätten wir zuerst überlegen sollen, wie es mit dem Kindergarten weitergeht“, monierte Hubert Müller (FWG).

Für die Entwicklung der Ortsmitte gibt es aber noch keinen Zeitplan, wie Bürgermeister Olaf von Löwis (CSU) einräumte. Er plädierte dafür, sich damit die nötige Zeit zu lassen, nichts zu überstürzen. Aber: „Es wäre unfair, die Dorfvereine solange warten zu lassen“, sagte Löwis. Auch, weil die Gemeinde ihnen keine Alternativen bieten könne. Das alte Schulhaus etwa sei ebenfalls voll. Löwis: „Das ist zum Lagerhaus geworden.“

Der Aufstockung stimmte der Hauptausschuss letztlich einmütig zu. „Wir haben mit der Ortsmitte ja nicht sofort was vor“, sagte Josef Sappl sen.. Die Vereine sollten nur wissen, dass es „keine Dauerlösung“ sei. Sie dürfen sich aber zudem über 50 000 Euro freuen, die im Gemeindehaushalt für 2019 zur Verfügung stehen sollen. Geld, das für Material und Abtransport gebraucht wird. Die restlichen Arbeiten von Abriss bis Aufbau übernehmen die Vereine in Eigenregie.

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